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Palästina · 1927-01-01 · Heft 6-7 · p. Seite 291

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 6-7
Article
Englische Kolonisationsmethoden in England und Übersee
Date
1927-01-01
Page
Seite 291 (sequence 2)
Language
German
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291 wurden 2700 Häuser für die Siedler neu gebaut. In den übrigen Fällen wurden alte Gefbäude, allerdings mit sehr erheblichen Kosten, umgebaut und für die Neusiedler brauchbar gemacht. Insgesamt wurden für Baukosten Pfd. Sterl. 5,500.000 ausgegeben, das heißt etwa ein Drittel der gesamten für die Ansiedlung aufgewendeten .Summe. Die Kosten für das Inventar wurden zum größten Teil nicht aus Mitteln des Staates, sondern vom Siedler selbst bestritten. Nur etwa 1600 Siedlern, das heißt zirka 10 Prozent aller Siedler, wurden Darlehen zur Anschaffung von Inventar im Gesamtbetrage von Pfd. Sterl. 174.000, das heißt etwa Pfd. Sterl. 110 per Siedler, gewährt. Die Kosten für die Anschaffung des , Inventars schwanken in ziemlich weiten Grenzen; sie können im Durchschnitt auf Pfd. Sterl. 300 geschätzt werden. Aus dem Gesagten folgt, daß für die Ansiedlung eines Siedlers nachstehende Beträge erforderlich waren: a) für Boden (nach Abzug des Wertes der mit dem Boden erworbenen Gebäude) zirka . Pfd. Sterl. 600 b) für /Gebäude............„ „ 440 c) für Inventar............„ „ 300 Zusammen Pfd. Sterl. 1340 ~ Von dieser Summe wurden zirka Pfd. Sterl. 1050 aus öffentlichen Mitteln und Pfd. Sterl. 290 von den Siedlern selbst beigesteuert. (Die Differenz zwischen Pfd. Sterl. 1050 und der oben genannten Summe von Pfd. Sterl. 940 erklärt sich daraus, daß ein Teil des Bodens nicht gegen volle Barzahlung, sondern gegen Rentenzahlung erworben wurde.) Im Beginn der Siedlungstätigkeit war in Aussicht genommen, -daß die jährlichen Kosten, die der Siedler zu zahlen hatte, groß genug sein sollten, um alle mit der Ansiedlung verbundenen Aufwendungen der Counties zu decken. Unter diesen Aufwendungen der Counties bildeten den wichtigsten Posten die Zinsen, welche die Counties dem staatlichen Siedlungsfonds für die ihnen gewährten Darlehen zu zahlen hatten. Zur Zeit der Aufnahme der Darlehen herrschte in der ganzen Welt ein hoher Zinsfuß und die Counties hatten deshalb 6 bis 6,5 Prozent zu zahlen. Es stellte sich bald heraus, besonders da in den Jahren 1922-23 die Preise aller landwirtschaftlichen Produkte einen starken Rückgang erfuhren, daß die Siedler nicht imstande waren, die Rente zu zahlen, die mit ihnen anfänglich vereinbart war. Es wurde infolgedessen eine Revision der Pachtrente vorgenommen, durch welche, die Pachtrente sehr bedeutend, in vielen Fällen bis auf die Hälfte der früheren vertraglich festgesetzten Summen herabgsetzt wurde. Die Folge ist, daß die Einnahmen aus den Pachtrenten erheblich hinter den Zinsen zurückbleiben, welche die Counties für die von ihnen aufgenommenen Darlehen zu zahlen haben. Da aber nach der Land Settlement (Facilities) Act vom Jahre 1919 die Verluste der Counties aus der Ansiedlungstätigkeit vom Staate gedeckt werden müssen, so fällt der Verlust in letzter Linie auf den Staat, der in den fünf Jahren 1920 bis 1924 in dieser Weise insgesamt Pfund Sterl. 3,260.000 den Counties zu vergüten hatte. Im Jahre 1924 allein betrag der Verlust des Staates Pfd. Sterl. 900.000. Der Bericht des Mi-

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