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Palästina · 1927-01-01 · Heft 4-5 · p. Seite 203

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 4-5
Article
Die jüdische National- und Universitätsbibliothek
Date
1927-01-01
Page
Seite 203 (sequence 2)
Language
German
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203 allen anderen Fächern, die,nur durch zufällige Schenkungen bereichert wurden, dringend notwendig äst, daß die vorhandenen Lücken durch Kauf ergänzt werden. (Einzelne Gebiete sind durch große. Schenkungen erheblich bereichert worden. Es seien hier genannt: Sammlung Chamizer (Syrica), Sammlung Dawud (Orientalia), Bibliothek Fechheimer (Judaica), Sammlung Popper- Lynkeus (Soziologie), eine Sammlung von Bildern und Plastiken aus dem Gebiet der (japanischen iReligionsgeschichte, Hinterlassenschaft der in Kyoto, Japan, verstorbenen christlichen Freundin der Bibliothek Frau Gordan, Schenkung Dr. Jarcho (Medizin), Bibliothek Itelson (Philosophie),' Lazarus (Hämatologie), Magrini-Fonds (Italia Judaica), Poznansky (Caraitica), Bibliothek Oskar Straus (Völkerrecht und Politik). Die Bibliothek besitzt auch eine Sammlung von Autographen und Porträts jüdischer Persönlichkeiten, ein Geschenk von Dr. Abraham Schwadron. Die berühmte arabistische Bibliothek von Professor Ignaz Goldziher wurde mit den Mitteln gekauft, welche zum Teil die jüdischen Frauen von Rhodesia und zum Teil die Hinterlassenschaft des Herrn Louis Rosenblum beisteuerten. Die palästinensische Regierung und viele ausländische Regierungen förderten die Bibliothek durch Zuwendung von Büchern, ebenso erhält die Bibliothek sämtliche Publikationen des Völkerbundes und der Carnegie-Stiftung für Völkerfrieden. Nachsprachen geordnet, verteilt sich der Bücherbestand wie folgt: Deutsch 63.100, . hebräisch . 30.500, englisch 21.300, französisch 5300y russisch 5200, jiddisch 4200 und andere 11.300 Bäride. Zusammen 14.900 Bände. An Zeitschriften sind 910 vorhanden. Zum Teil -sind es Geschenke der Herausgeber, zum Teil wird das Abonnement bezahlt. Die Universität Jerusalem hat izu diesem Zwecke ein Jahresibudget für den Bedarf der bereits bestehenden Fakultäten zur Verfügung gestellt. Ein Teil der Zeitschriften wird von den izugunsten der Bibliothek in einzelnen Ländern arbeitenden Komitees abonniert.. Die Bibliothek selbst veröffentlicht eine bibliographische Vierteljanrsschrift „K i r j a t h S e p h e r" in hebräischer Sprache. Diese Zeitschrift (Abonnement »jährlich 10 sh) registriert sämtliche palästinensischen Drucke, die neuen Erscheinungen auf dem Gebiete der Judaistik in der ganzen Welt und veröffentlicht Manuskripte aus der Handschriftenabteilung der Bibliothek. Bisher liegen drei Jahrgänge der Zeitschrift vor. Von anderen bibliographischen 'VeröffentLichungen der Bibliothek sei .hier der Katalog der hebräischen schönen Literatur der letzten 200 Jahre (330 Seiten) genannt, der 1926 erschien. Die Entwicklung der Zeitsohriftenabteil-umg in der Zukunft ist eine besonders wichtige Aufgabe; denn es soll dem palästinensischen Gelehrten, Publizisten, Studenten ermöglicht werden, den (Kontakt mit dem kulturellen Leben «in der ganzen Welt aufrecht zu erhalten.

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