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Palästina · 1927-01-01 · Heft 4-5 · p. Seite 196

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 4-5
Article
Fünf Jahre landwirtschaftliche Versuchsstation
Date
1927-01-01
Page
Seite 196 (sequence 4)
Language
German
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196 kümmert um den auf der ganzen Linie tobenden Kampf um die Zweckmäßigkeit des Körneranbaues überhaupt, ist es in ernster Arbeit gelungen, in -diesem Jahre 'erstmalig fünf Tonnen hochgezüchteten Saatgutes zur Verteilung zu bringen, und sicherlich werden die Erträge der damit bestellten Felder steigen. Hiermit sind wir bei der Tätigkeit der Abteilung für landwirtschaftliche Betriebsbunde angelangt, die unter der Leitung von J. Elazari-Volkani (J. Wilkansky) die Aufgabe hat, die verschiedenen aus eigenen und fremden Versuchen und Beobachtungen gewonnenen Resultate zu koordinieren, sie auf die Methoden und Zielsetzungen der jüdischen Kolonisation im einzelnen anzuwenden -und Schlußfolgerungen von großer wirtschaftspolitischer Tragweite zu ziehen. In dieser Abteilung gelangen die Probleme Kwuzah und Moschaw Owdim, große und kleine, Kwuzah, gemischte Landwirtschaft, mit oder ohne Betonung der Milchwirtschaft, des Gemüsebaues, des, Weinbaues oder Spezialisierung auf Exportkulturen, Aufnahmefähigkeit von inneren und äußeren Märkten, Fragen der Erziehung der landwirtschaftlichen Jugend und der ökonomischen Ausnützung ihrer Arbeitskraft usw. in den Kreis einer streng sachlichen und wissenschaftlich prüfenden Betrachtungsweise. Vor etwas über einem Jahre wurde im Rahmen der „Publications of the Palestine Economic Society" von J. Elazari- Volcani eine grundlegende Broschüre veröffentlicht,*) welche in Fachkreisen und -auch bei den passiv am Siedlungswerk Interessierten außerordentliches Interesse gefunden hat, da sie in würdiger und schlüssiger Form mit einer äußerst einprägsamen und überzeugenden Diktion den bodenbiologischen Faktor in der Entwicklung der palästinensichen Landwirtschaft in den Vordergrund rückt und ihn. mit nationalökonomischen Analysen in zwangsläufige Beziehung bringt. Selbstverständlich hat diese Broschüre mit ihrer ganz vom Stempel einer Persönlichkeit geprägten Tendenz auch Gegnerschaft gefunden, es scheint mir jedoch, als ob diese nur zum geringsten Teil die Gesamtkonzeption des Werkchens, angreift,, wohl aber die Befürchtung hegt, als ob es -das Interesse weiterer Kreise von der Entwicklung der noch für Pflanzungen geeigneten Böden und von der Pflege von Intensivkulturen ablenken könnte. Was kann es aber Natürlicheres geben, als daß die Hauptanstrengung unserer wissenschaftlichen Institute, wie schon oben vermerkt, auf der Linie des größten natürlichen Widerstandes eingesetzt wird, und -dieser Widerstand der Dinge ist nun einmal am größten im gemischten Ackerbau, der andererseits für die Okkupation großer Flächen in Erwartung künftiger Entwicklungen notwendig ist. Das Problem dieses Uebergangswirtschaftstyps ist in der Wilkanskyschen Broschüre in agronomischer Beziehung ganz scharf formuliert und wird hoffentlich im Laufe der nächsten Jahre in Dschebata, wo 250 Dunam 'Speziell für experimentelle Arbeiten *) The Transition from Primitive to Modem lAgritouilture in Palestiiiö by J. Elazari-Volcani

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