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Palästina · 1927-01-01 · Heft 4-5 · p. Seite 195

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 4-5
Article
Fünf Jahre landwirtschaftliche Versuchsstation
Date
1927-01-01
Page
Seite 195 (sequence 3)
Language
German
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195 plan vorgesehenen sechs Zweigstationen für die verschiedenen klimatischen und damit landwirtschaftlichen Gebiete in diesem Jahre das in Ojebata bei Nahalal im Emek Jesreel vom Keren. Kajemet Lejisrael der Versuchstation defintiv überlassene Gebäude in Angriff genommen worden. Die oben erwähnte Abteilung für Pflanzungen wird .ihre Arbeit unter der Leitung von A. Khasanoff dorthin verlegen. Vorläufig sind sowohl die zentrale Verwaltung des iFeidexperimentierwerkes als auch die naturwissenschaftlichen Laboratorien für landwirtschaftliche Chemie, für (Entomologie und für Pflanzenpathologie, ferner die botanischen Sammlungen und die (Bibliothek recht unzulänglich in Tel-Awiw untergebracht. Hier befindet sich auch die Zentrale der Instruktionsabteilung, über die weiter unten zu sprechen sein wird. Wenn wir nun die von der Versuchsstation in der Berichtsperiode geleistete wissenschaftliche Forschungsarbeit näher betrachten, so fällt zunächst auf, daß die rein naturwissenschaftlichen Abteilungen und jene für landwirtschaftliche Betriebswissenschaft in ihren Publikationen heute bereits dem Urteil der breiten Oeffentlichkeit verhältnismäßig mehr Material unterbreiten, als die rein agronomischen Abteilungen. Diese Proportion ist natürlich, da Feldversuche viel längere Zeiträume erfordern, um wirklich schlüssiges Beobachtungsmaterial zu liefern. Die Menge der variablen Faktoren ist zu groß, als daß kühn und rasch ein Fazit gezogen werden dürfte. Besonders erwähnt seien jedoch, 'da über den Rahmen des rein landwirtschaftlichen Interesses hinausgehend, die Ausführungen von M. E la z a r i*) über die landwirtschaftlichen. Aussichten einer Zuckerindustrie in Palästina auf der Basis von- Zuckerrohr, denen gemäß dem Bericht demnächst eine Publikation von M. E1 a z a r i und L. Pinn er über Zuckerrüben folgen soll. Wenn es auch unwahrscheinlich ist, daß bei der 'derzeit herrschenden Weltzuckerkrise in absehbarer Zeit in Palästina .an die Verwirklichung .von Plänen für eine Zuckerindustrie gedacht werden kann, so ist es dennoch außerordentlich wichtig, zu wissen, daß/ihrer Erstehung keine größeren landwirtschaftlich-technischen Schwierigkeiten entgegenstehen, als in anderen zuckererzeugenden Ländern. Auch auf dem Gebiete der Pflanzensektion und der Samenzucht ist unter .der Leitung von Dr. L. P i n n e r wissenschaftlich interessante Arbeit geleistet worden. Besonders wichtig sind die Versuche, aus dem in Palästina an sich die besten Erträge gebenden einheimischen Weizen — auch dies mußte erst durch systematische Prüfung einheimischer und importierter Saaten erwiesen werden — durch Kreuzung mit anderen (Sorten ein möglichst ergiebiges und backfähiges Brotgetreide zu erzielen. Es ist eine bekannte Tatsache, daß der palästinensische Hartweizen ein vorzügliches Makkaronimehl, nicht aber ein ebenso gutes Brotmehl liefert.. Unbe- *) Preliminary Report' on the Agricultural Aspects of ,a Sargar Industry in Palestine by M. Elazari, Tel-Aiw, July 1924.

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