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Palästina · 1927-01-01 · Heft 4-5 · p. Seite 163

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 4-5
Article
Kolonisationspläne und Kolonisation
Date
1927-01-01
Page
Seite 163 (sequence 8)
Language
German
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163 für die vier ersten Länder sind errechnet aus genauen Angaben des Internationalen Landwirtsohäftsinstituts in- Rom. Für Kalifornien nahmen wir die Angaben Dr. Soskins, die für Palästina, die leider mangels einer wirklich durchgeführten landwirtschaftlichen Statistik lückenhaft sind, wurden errechnet durch Umwertung der von Colonel Sawer angegebenen Ernteerträge auf Bodenflächen. Diese Zu'sammenistellung ergibt, daß \dtie Verhältnisse in Palästina gar nicht so anormal liegen, wie es nach der Darstellung Dr. Soskins vielleicht erscheinein könnte. Die Tabelle ist so zusammengestellt, daß von der gesamten Anbaufläche inklusive der jeweiligen Brache die entsprechenden prozentuellen Anteile der Kiulturarten 'genommen sind. Für Palästina fehlen 'die Angaben über Wiesen- und Futterpflanzen sowie über die Industriepflanzen. Wir wollen nun nicht in den Fehler verfallen und aus einer solchen, natürlich willkürlichen Zusammenstellung bestimmte Konsequenzen ziehen, obwohl wir gerade sehr typische Beispiele gewählt haben. Nur das eine sei festgestellt: Alle diese Länder, die keineswegs stark ausgesprochene Ackerbauländer sind, haben einen großen Teil ihrer Bodenflächen für reimen Ackerbau zur Verfügung. In den entwickelteren Ländern besteht ein großer Teil der Anbaufläche aus Wiesen und Futterpflanzen, was zur Erzeugung von natürlichem Dünger notwendig ist, und je nach Lage und speziellen Bedingungen gibt es wechselnd einen gar nicht so großen Anteil für Obst und Gemüse, der gerade in Algier und Spanien, wo das Betriebssystem noch besonders extensiv ist, noch größer ist als in Kalifornien. In Palästina dürfen wir, obwohl genaue Zahlen, wie gesagt, nicht vorliegen, erfahrungsgemäß mjr einen sehr geringen Prozentsatz der Anbaufläche auf Viehproduktion verrechnen, einen sehr großen Teil auf Brache, deren Existenz im arabischen Ackerbausystem verankert ist. Die Obstkultur dagegen, hauptsächlich Orangen, ist recht intensiv. Aber, dies sei grundsätzlich wiederholt, diese Tabelle hat ihren Wert nur als Illustration und nicht als Unterlage und Beweis für irgend welche These. T ab eil e. Prozentueller Anteil der verschiedenen Kulturaiten an der gesamten Anbaufläche (inkl. jeweiliger Brache) in den verschiedenen Ländern Land Ackerland Wiesen-u.Futterpfl. Gemüse Industriepfl. Obst u. Früchte i n P r o z e n t e n Spanien . . 39 5,6 6,9 0,5 19 Dänemark . 48 42 4 1,4 — Malta 33 25 26 10,5 5,5 Algier . 76 0,8 2,5 0,7 20 Kalifornien . 40 34,7 - 4,3 4 17 Palästina ,. 51? 5? 7,8

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