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Palästina · 1927-01-01 · Heft 4-5 · p. Seite 160

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 4-5
Article
Kolonisationspläne und Kolonisation
Date
1927-01-01
Page
Seite 160 (sequence 5)
Language
German
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J6Ö und die Zahl derjenigen, die wir ansiedeln können, wird, dadurch nicht vermehrt, worauf es doch letztlich nur ankommt. 10. mal 10 Dunam intensiv düngen, ist ebenso, schwer und.«so teuer, wie einmal 100 Dunam intensiv düngen. Das ist die eine Gleichung. Und einmal 10 Dunam intensiv düngen, ist (in der richtigen Proportion) ebenso schwer und ebenso teuer, wie einmal 100 Dunam extensiv düngen. Das Rechenexempel beweist leider gar nichts, und die Frage, ob extensiv oder intensiv, bleibt offen wie zuvor. Golonel Sawer, der Leiter des Landwirtschafts-Departements der englischen Regierung, der von Dr. Sosikin zwar vorsichtig, aber immerhin angegriffen wird, 'hat ganz recht, wenn er. auf den Fortschritt des Gemüsebauers bei den Arabern, aber nicht auf die Möglichkeiten bei den Juden speziell hinweist. Die Arbeitskräfte seiner Familie, die nichts kosten, und kleine Quellen und -andere leicht erschließbare Wasservorräte, was fast nichts kostet, werden von den Fellachen in ständig wachsendem Maße zur Erzeugung von Gemüse benützt, das einen lohnenden Inlandsmarkt zu finden beginnt. Dies ist die normale und gesunde Entwicklung zur Intensität Denn Intensität in der Landwirtschaft ist ein Ziel, aber kein B eginn — ein A ns t i e,g, aber kein G r ü n d u n gs p r i n z i p. III. Wir werden uns noch eine kurze Zeit mit dem genannten Artikel von Dr. Soskin direkt beschäftigen müssen, um das Vergleichsmaterial, das er anführt, auf seine Beweiskraft hin zu untersuchen. Dr. Soskin baut eine Vergleichstabelle für 'Spanien, Kalifornien und Palästina auf, berechnet die Produktion, die Bödenfläche für die einzelnen Kulturarten, den Produktionswert auf den Kopf der Bevölkerung, um auf dieser Grundlage zu bestimmten Schlüssen zu kommen. Zu der statistischen Methode, von er er bei der Aufstellung dieser Tabelle vorgeht, sind folgende Bemerkungen zu machen: 1. Das Grundprinzip der. Division des landwirtschaftlichen Produktionswertes durch die Bevölkerungszahl ist ein so rein mechanisches, daß es zu wirklich bindenden Schlüssen keine Unterlage geben kann. Der verschiedene Wert des Binnen- und Auslandsmarktes, die Preisveränderungen bei Selbstversorgung und Marktproduktion machen die Ergebnisse dieser. rein mechanischen Division schon illusorisch. Die Durchführung der gleichen. Operation in anderen Ländern mit verschiedenem wirtschaftlichen Charakter (typische Agrar- oder typische Industrieländer). . würden diese' Methode leicht ad absurdum führen. 2. Dazu kommt speziell bei Kalifornien, daß es sich hier, nicht um ein Land, sondern um eine Provinz, und zwar um die landwirtschaftlichbesonders begünstigte F*rovinz eines sehr großen und sehr reichen Landes handelt (ein Umstand, der bei verschiedenen

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