Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 4-5
- Article
- Die Agrarbilanz Palästinas
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 153 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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153 Als Herkunftsland hatte bei Kartoffeln den relativen •Hauptanteil Frankreich mit zirka 35 Prozent des Wertes, während sich der Rest auf Algier, Spanien, die Kanarischen Inseln, Malta usw. verteilte und wahrscheinlich zum größten Teile aus Frühkartoffeln bestand. Zwiebeln kamen zu fast 50 Frozen* der Menge aus Spanien, 22 Prozent aus Holland, 20 Prozent aus Aegypten, Tomaten zu .50 Prozent von den Kanarischen Inseln, 24 Prozent von den Kanalinseln, 16 Prozent aus Holland. Trauben 82 Prozent aus Spanien und Portugal, der Rest aus Südafrika, den Kanalinseln, (Belgien; und Holland, Rosinen zu 36 Prozent aus der asiatischen Türkei, 18 Prozent aus den Vei> einigten Staaten, 16 Prozent aus Australien, 12 Prozent aus Spanien, der Rest von 18 Prozent vornehmlich aus Griechenland, Südafrika, Britisch4ndien, Kreta u. a. Hiemit.ist aber die Reihe der eingeführten Gemüse ,und Südfrüchte noch keineswegs erschöpft. Bananen kanarischer und westindischer Herkunft, Zitronen und Orangen der verschiedensten Provenienz, 'Möhren aus Belgien und Holland, Blumenkohl aus Italien und Frankreich und vieles, andere kommt aus dem Auslande auf den englischen Lebensmittelmarkt, dessen riesige Aufnahmsfähigkeit aus den angeführten Zahlen erhellt. Palästina kann zweifelsohne konkurrenzfähige .Ware, erzeugen. Einen allgemeinen Ueberblick über die Preisbildung gestatten natürlich die genauen Marktnotierungen Londons und. Hamburgs, die ziemlich konform sind und unter dem JEinflusse der Weltkonjunkturen stehen. Hier hatten zum Beispiel kanarische Tomaten in den Monaten Oktober 1924 bis Juli 1925 einen durchschnittlichen Engroseinkaufspreis von sh. 7;per Kiste , von zirka 6 bis 7 Kilogramm netto, das entspräche zirka 15 Piaster per Rotte!. In den Monaten November, Jänner, März, April, Mai stiegen die Preise über diesen Durchschnitt bis auf fast 20 Piaster per Rottel. Mitte Oktober 1925, zur Zeit der •europäischen Hauptproduktion notierten holländische Tomaten in London, sh. 2.5. bis 3. per 10 Ib., .das wäre bis 10 Piaster per Rottel. Nehmen wir diese letzte niedrige Notiz zur Basis und einen Ertrag von 500 Rottel vom Dunam an, eine Ernte, die bei intensiver Kultur auch verdoppelt werden kann, so ergäbe dies Pfd. äg. 40 bis 50 vom Dunam, während eines Jahresdrittels und mit der Möglichkeit, von derselben Fläche zwei weitere. Ernten anderer Gemüse zu /gewinnen. An Spesen wären nach einem.. Artikel Dr. Soskins . „Tomaten und Orangen" in „Mischar W'taassia", Jahrgang 1924, zu, verrechnen; Pfd. Sterl. 5 Arbeitslohn1 per Dunam (der Kleinsiedler arbeitet allerdings nur mit seiner Familie und zahlt daher keirie Arbeitslöhne), die Kost für Bewässerung (bei Wintertomaten, und:, zentraler .Bewässerungsanlage gering), Versandkosten (Schiffsfracht Pfd. Sterl. 3.10 per . Tonne,, also bei einer Ernte von 500 jR. gleich 1,5 Tonnen; Pfd. Sterl. 5,9); die Verpackung selbst ist in Kistchen a 6 bis 7 Kilogramm netto, in Seidenpapier eingewickelt und mit Torfmull oder Kork-