Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 4-5
- Article
- Die Agrarbilanz Palästinas
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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151 und weißschalige Eier zusammen verpackt und Figuren gebildet, so daß der Detailverschleißer gerne die offene Kiste ins Schaufenster stellt. Im Lande »soll Frischheit garantiert werden unter Verwendung von Stempeln, die die Herkunft, eventuell auch das Legedatum erkenntlich machen; eine Verpackung in einfache Kartons zu 12 Stück erleichtert den Absatz und sichert bessere Preise. Gemüse: Und nun zur Frage der Erzeugung und des Exportes von Gemüse und Früchten. Die 'Reichhaltigkeit der Arten und Varietäten, die hier in Betracht kommt, verbietet es, genau alle Möglichkeiten zur Hebung der Produktion vom Standpunkte des Gärtners zu beleuchten. Allgemein 'kann gesagt werden, daß die richtige Sortenwahl den Erfolg verbürgt. Einige Erfahrung, die bereits im Lande besteht, muß in ernster Arbeit im Versuchswege vertieft werden. Glücklicherweise können wir im Anfange jedesmal passende Samen aus dem Auslande bekommen, späterhin wird die Samenzucht nicht vernachlässigt werden dürfen. Schon jetzt müssen Verpackung, Reifezustand bei der Ernte u. a. ausgeprobt werden. Entsprechende Versuchssendungen hat die „Jaffa Fruit Company" über Veranlassung des Herrn Agr. Tolkowsky, eines der Gründer der Palestine Small-Holdings Promotion Company*) schon in diesem Winter mit großem Erfolg, was das Aussehen der Ware anbelangt, gemacht. Auch der „Hamaschbir" dürfte eine größere Tätigkeit in dieser Hinsicht entfalten. In dem Projekte der P. S. H. P. C. ist eine zweijährige Versuchstätigkeit v o r der Ansiedlung während der Bauperiode vorgesehen, die natürlich auch die lokalen Bedingungen umfassen wird. Von größter Wichtigkeit ist der Zusammenschluß bei der Arbeit und beim Verkaufe. Um die Bedeutung am Markte zu gewinnen, müssen größere Quantitäten erzeugt werden, die Beschickung muß eine regelmäßige sein oder an Orte erfolgen, die von überall her beliefert werden. Nicht die Seltenheit der Ware ist bei Gemüsen erforderlich, im Gegenteil; dafür aber Schönheit und Winterproduktion zur Erzielung hoher Preise. Palästina kann zu einer Jahreszeit Freilandware offerieren, in der die Felder Europas vor Eis und Schnee starren. An Abnehmern wird es umsoweniger fehlen, als weder die Treibhäuser mit ihrer kostspieligen Erzeugungsweise noch die anderen klimatisch ähnlich wie Palästina bevorzugten Länder den Bedarf decken können. DS-e Nachfrage nach Frühgemüsen ist auf allen europäischen Märkten rege und kann durch Angebote zu Preisen, die für den -Mittelstand erschwinglich sind, sehr verstärkt werden. Ebenso ist der europäische (Markt und nicht minder der tropischer Länder sehr aufnahmefähig für Konserven von Gemüsen und Früchten. *) Die von Dr. Soskin zur Durchführung seines Kolonisationsplanes ins Leben gerufene Gesellschaft.