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Palästina · 1927-01-01 · Heft 4-5 · p. Seite 150

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 4-5
Article
Die Agrarbilanz Palästinas
Date
1927-01-01
Page
Seite 150 (sequence 6)
Language
German
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150 1 and.*) An Eiern wurden im Jahre 1925 8,75 Millionen eingeführt, für die über Pfd. äg. 20.000 nach Syrien und Aegypten gezahlt wurden; in dem Jahre 1. April 1924 bis 31. März 1925 waren es allerdings nur eine knappe Million Eier für Pfd. äg. 2600. Das große Steigen des Importes ist also auf das Anwachsen der Alijah zu setzen; die Eier kamen aus Syrien, wahrscheinlich auch ein Zeichen, daß sie der Zivilbevölkerung zum Genüsse dienten. In den früheren Jahren brachte nämlich Aegypten Eier nach Palästina für ärarisch ernährte Militär- und Arbeiterkorps. Mit der Abnahme dieser Detachements nahm auch die Einfuhr rasch ab. Es besteht kein Zweifel, daß bei wachsender Bevölkerung und höherem Lebensstand in Palästina noch viel mehr Eier und Geflügelfleisch konsumiert werden können. Es ist nicht ohne Interesse, daß die Entwicklung der Geflügelzucht in U. 'S. 'nicht zum geringsten Teile auf den großen Konsum an Geflügelfleisch der jüdischen Bevölkerung in den Großstädten New York, Ghifcago u. a. zurückgeführt wird.**) Die Ausfuhr von Eiern und Geflügelfleisch***) (letzteres geschlachtet in Kühlräumen) ist in Zukunft aussichtsreich, denn die Konsumsteigerung der importierenden Länder hält an bei gleichzeitigem Nachlassen des Exportes aus einzelnen Ausfuhrländern. Besonders Wintereier haben gute Preise. Auf ihre Erzeugung muß Wert gelegt werden. In dieser Jahreszeit ist die Ausfuhr auch leichter, die Gefahr des Verderbens geringer. Aus letzterem Grunde sollten auch Rassen, die braunschalige Eier, die nooh dazu am englischen Markte beliebt sind, legen, bevorzugt werden. Trotzdem Aegypten Eierausfuhrland ist, könnte Palästina dorthin Eier an die Touristenhotels liefern, denn das ägyptische Hühnerei ist derart klein, besonders das aus Mittel- und Unterägypten, daß seine Erscheinung auf der Tafel direkt befremdend wirkt. Die Verpackung für den "Export erfolgt in Kisten, deren usancemäßige Form und Fassungsfähigkeit wenig schwankt (es gibt „ganze" und „halbe"). Für den Ueberseetransport sind natürlich besondere Vorkehrungen erforderlich. Sehr gut soll die südafrikanische Verpackung sein. Häufig werden braun.- *) Diese Zahlen sind in dem vorerwähnten Artikel von A. Lifschitz enthalten. Die Importliste der Regierung läßt uns im Stiche; doch sind augenscheinlich die Angaben richtig. **) Auch in der Produktion spielen Juden eine Rolle, Toms River, eine. Gründung der Jewish Agricultural Society, ist ein Gemeinwesen, in dem die Geflügelzucht den Haupterwerb darstellt. Auch in Petaluma, dem ,jEierkorbe der Welt", leben viele Juden von Geflügelzucht. ***) Wir denke« nicht etwa an eine allzu ferne Zukunft! Es würde genügen, daß eine Stammgeflügelfarm von 1000 Hühnern sowie gewisse andere Einrichtungen geschaffen* werden, damit bei einer zielbewußten Verteilung «der Nachkommenschaft am .passende Betriebe diese in secfis bis sieben Jahren 200 Millionen Eier in der Hauptsache nur von diesem Nachwüchse produzieren/Die Berechnung ist züchterisch einwandfrei und vorsichtig.

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