Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Bedeutung und Aufgabe der landwirtschaftlichen kooperativen Arbeitergesellschaft "Nir"
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 6)
- Language
- German
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,124 -werden aus. dem 'Aktienkapital, das aus der Arbeiterschaft selbst stammt, kommen oder aus der Heranziehung weiterer Geldquellen, die für die allgemeinen nationalen Fonds so wieso nicht in Betracht kommen. Erwähnt sei nur, daß zum Beispiel die amerikanische jüdische Arbeiterschaft mit Zustimmung der Zionistischen Organisation dieses Jahres einen Drive von Dollar 250.000 macht auf diese Summe in den nächsten Jahren beträchtlich zu steigern gedenkt. Schließlich spielen für die Arbeiterschaft 'Momente spezieller Art eine 'Rolle, die es geraten sein lassen, daß sie, wenn sie dadurch die allgemeinen Aktionen der . nationalen Fonds nicht schädigen, ihren Institutionen eine eigene finanzielle Grundlage zu verschaffen suchen. Zu erwähnen ist in dieser (Hinsicht noch, daß auch für „Nir" das allgemeine Finanzierungsschema seine Anwendung findet, das bei. allen Arbeiterinstitutionen eingeführt ist und das auf der Ausgabe von Aktien dreifacher Art beruht: 1. Gr ün de r aktien, die sich in den Händen der „Gesellschaft der Arbeitenden" befinden und dieser bestimmte juristisch festgelegte Rechte verleihen (41 Prozent Stimmrecht auf der Generalversammlung von „Nir", Vetorecht in bestimmten Fällen, besonders der Neuansiedlung); 2. Mitglied er aktien, die Stimmrecht, aber keine Dividende verleihen; sie können nur von landwirtschaftlichen Arbeitern, gleichgültig» ob sie in den kooperativen Siedlungen oder als Lohnarbeiter beschäftigt sind, erworben werden; 3. Vorz u g saktien, die Dividende, aber kein Stimmrecht verleihen; sie können von jedermann erworben werden. Dieses Schema sichert der Allgemeinheit den notwendigen Einfluß, ohne die Freiheit des einzelnen zu beschränken. Was die Einwände betrifft, die eine weitere Zersplitterung der verschiedenen Fonds befürchten, so ist zunächst bis heute erwiesen, daß eine absolute Zentralisierung das einzig richtige Prinzip sei, und .neben „Solei iBoneh" und Mashbir" usw. hat zweifellos auch die Gesellschaft „Nir" ihren Platz; andererseits ist eventuell diskutierbar, daß zum Beispiel der „Palästina-Arbeiterfönds4' zur Zentrale der Arbeiter^Sammelfonds im Ausland gemacht, wird und seinerseits die Gelder an die verschiedenen Institutionen verteilt. Schließlich bleiben noch die prinzipiellen 'Einwände, die in „„Nir" im allgemeinen eine Gefahr fair die Autonomie der einzelnen Siedlungen erblicken und gegen die Zentralisierung sich wenden. Hier haben die Beschlüsse der landwirtschaftlichen Konferenz ausdrücklich festgelegt:' 1. Daß „Nir" sich nicht in die innerem Verhältnisse der Siedlungen hineinmischen soll, soweit diese Forderung nicht von den Siedlungen selbst erhoben wird; ferner, daß die soziale Struktur der Siedlungen von den betreffenden Siedlern irn Rahmen der Satzungen autonom bestimmt wird.! , > 2. Daß Genossen, iiirer:* M4tglied$6|ia1ft nur.'verlustig gehen können, wenn sie die. grundlegenden Prinzipien der Arbeiteran-