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Palästina · 1927-01-01 · Heft 1-2 · p. Seite 34

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 1-2
Article
Die Finanzierung des Siedlungswerkes
Date
1927-01-01
Page
Seite 34 (sequence 9)
Language
German
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34 Sanddünen oder aus felsigen oder wasserlosen Gebirgsböden. Immerhin kommt also ein Teil der Böden für die jüdische Kolonisation in Betracht. Es sollte deshalb von der Regierung verlangt werden, daß sie unter Beteiligung eines Vertreters der „Jewish Agency" eine Kommission 'ernennt, welche die freien Regierungsböden daraufhin .untersucht, ob sie für die jüdische Kolonisation geeignet sind. Die geeigneten Böden sollen sofort vermessen «und der Land Settlement Bank überwiesen werden. Wenn iauf diese Weise 'auch nur einige hunderttausend Dunanr Boden in. das Eigentum der Siedlungsbank übergingen, so würde dieser Boden bei richtiger Besiedlung einen großen Wert erlangen und eine erhebliche Vergrößerung des Vermögens der Land Settlement Bank bedeuten. Dadurch, würde natürlich auch die Sicherheit; der von ihr 'aufzunehmenden Anleihe verstärkt werden. 3. Regierungsgarantie. Eine weitere bedeutende Verstärkung der Sicherheit einer . Anleihe für landwirtschaftliche Zwecke wäre es, wenn die Regierung von Palästina idafür Garantie übernehmen würde. Dadurch . würden auch die für die Anleihe zu zahlenden Zinsen mindestens um .ein bis zwei Prozent niedriger sein können, was an sich schon eine große Erleichterung bedeuten würde. In der Diskussion, die über das Projekt einer nationalen Anleihe in der „Oekonomischen Gesellschaft" in Tel-Awiw stattfand im Februar omd März dieses Jahres, hat (Herr Heinrich Margulies mit besonderem Nachdruck die Forderung vertreten, daß die Regierung diese Garantie übernehmen ®oil. Er hat dies damit begründet, daß die 'günstige Finanzlage der palästinensischen Regierung dem Einfließen jüdischen Kapitals nach Palästina und den Steigerungen der 'Steuererträge zu verdanken sei, die zum allergrößten Teil der jüdischen Einwanderung zuzuschreiben ist» Es ist kein Zweifel, daß die günstige Finanzlage der palästinensischen Regierung, die in den letzten Jahren dauernd einen Ueberschuß der Einnähmen über die Ausgaben -gehabt hat, zum größten Teil auf die jüdische Einwanderung zurückgeht. Durch diese Einwanderung sind große Mengen von Waren, insbesondere Baumaterialien, aber auch Konsumartikel .aller Art importiert worden, welche die Zolleinnahmen gesteigert haben. Die Juden sind auch die besten Kunden der palästinensischen Eisenbahn und der Postverwaltung. Sie tragen durch die Häuser, die sie erbaut haben, -und durch den Boden, den sie in Kultur genommen haben, erheblich zur Steigerung der Eingänge der Grundsteuer und des Oschers bei. Es ist also durchaus gerecht, von der Regierung zu verlangen, daß sie als Aequivalent für die Einnähmen, welche ihr die jüdische Einwanderung bringt, auch für die speziellen Bedürfnisse dieser Einwanderer Ausgaben auf sich nimmt. Es ist aber zweifelhaft, ob diese Uebernahme von Lasten gerade in der Uebernahme einer Garantie für eine jüdische Anleihe bestehen soll oder ob nicht viel-

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