Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 1-2
- Article
- Die agrarische Aufnahmsfähigkeit Palästinas
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 8)
- Language
- German
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IB Niedrige Er- Mittlere Möglichster Bedarf in kg ^SJ^ Dunam Dunam Dunam in Dunam Dunam Dunam Saatgut - 10 T 3l/8 ~ 2 Zehnten und Abgaben - 10 - 4 V, — 2 »/4 Wege und öffentliche Institutionen — 21/, — 1 — ■ -»/4 Bauten und Hof —_17, — IV, — 17» Insgesamt Dunam 125 — 5372 — 3372 Entsprechend der Art der Siedler, die meist Neueinwanderer sind, der Beschaffenheit des Bodens, der zum größten Teil noch ■unkultiviert ist, und den allgemeinen Arbeitsverhältnissen, braucht ein Kolonist derzeit 125 Dunam. Mit wirtschaftlicher Erfahrung und geeigneter Bebauung des Bodens wird eine Fläche von 531/* Dunam genügen. Und wenn unsere Siedler Sachverständige sein, den Boden mit allen Verbesserungen versehen, die allgemeinen Verhältnisse des Landes -so wie lin Europa zu normalen Zeiten sich gestalten werden, dann können 331/2 Dunam genügen. Die Kühe werden dann 5000 Liter Milch geben, von denen 1900 für die Familie und die Kälber zu verwenden sind, das übrige, 3100 Liter, zu zwei Piaster verkauft, bringt 62 Pfund, Dies zusammen mit dem Erlös für die Ueberschüsse an Eiern und Geflügel wird die Geldauslagen des Haushaltes decken. In den „Abgaben" ist eingerechnet: Krankenkasse, Steuororganisation, Keren Hajessod und Keren Kademeth usw., mit 10 Prozent der allgemeinen Beträge sind die regulären Abgaben mehr als gedeckt. All dasi bezieht sich auf unbewä SrSe r t e Farmen /(mit Ausnahme von Va Dunam für Gemüse). In Bezirken jedoch, wo Wasser zur Irrigation nicht teuer ist, kann eine kleine Fläche von 15 bis 25 Dunam als genügend angesehen werden. Erfahrungen in den Kolonien zeigen, daß ein kleiner Orangengarten von 10 bis 15 Dunam ein Einkommen von 200 bis 300 Pfund gibt, falls der Besitzer selbst das Land bearbeitet und seine ganze Zeit dazu verwendet. Ebenso haben Erfahrungen bewiesen, daß bei derselben Sorgfalt Gemüsebau für jedes Dunam einen Reinertrag von 15 bis 20 Pfund geben kann. Wenn wir annehmen, daß die Bedürfnisse einer Pflanzerfamilie, die höher sind als jene einer Bauernfamilie, 15 bis 20 Pfund per Monat betragen, so wird der Pflanzer vom I^ewässerten Land nur 12 Dunam oder mit Garten, Obstzucht, Bauten, Hof, öffentlichen Bedürfnissen 15 Dunam benötigen, indes der Gemüsebauer insgesamt 25 Dunam brauchen wird. In all diesen Berechnungen ist angenommen, daß die Familie schon kolonisiert ist und alle nötigen Bauten, das Vieh, Inventar usw. vorhanden ist, ohne daß Schulden gemacht wurden und Zinsen