Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 1-2
- Article
- Die agrarische Aufnahmsfähigkeit Palästinas
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 3)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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10 rechnen. Von November 1922 bis Jännner 1926 .stieg die mchtjüdische Bevölkerung auf 716.987 Seelen (143.397 Familien). Die natürliche Zunahme stieg 1924 und 1925 auf 2,32 Prozent. Dabei ist aber kein Abzug für die geringe Zunahme bei den Beduinen gemacht. Wenn wir dies veranschlagen, wird die durchschnittliche Zunahme 2 Prozent sein.*) Die Zählung ergab: In Jerusalem ..... 28.112 Christen und Mohammedaner In Jaffa....... 27.459 In Haifa .... 18.240 „ 73.901 zusammen in den großen Städten 182046 dazu in den kleineren 255.947 Aber die Bevölkerung der kleinen Städte besteht hauptsächlich aus Bauern, welche von dem Ertrag ihrer Felder und Pflanzungen leben, die sie entweder selbst kultivieren oder anderen verpachten. Wenn wir all diese Städtchen als große Dörfer ansehen, in denen die Hälfte der Einwohner Bauern sind und die andere Hälfte nichtagrarische Beschäftigung bat, so finden wir, daß die nichtjüdische städtische Bevölkerung (73.902 puls 91.023) 164.924 Personen oder 32.985 Familien beträgt. Daher zählte 'die mchtjüdische Bauernschaft 508.464 Individuen oder 101.693 Familien, mit natürlichem Zuwachs bis Jänner 1926 541.388 Seelen gleich 108.277 Familien. Die Bevölkerung von Transjordanien beträgt zirka 200.00Q Seelen oder 40.000 Familien, von denen bloß ein winziger Bruchteil städtisch ist. (Salt, Amann usw.) Infolgedessen zählt das ganze Vorkriegspalästina 148.277 Familien, welche von Landwirtschaft, Viehzucht usw. leben. Ende 1922 gab es allerdings 103.331 Nomaden, die kein eigenes Land besaßen und davon lebten, daß sie ihre Schafe auf dem Boden ihrer Nachbarn grasen ließen. Aber da anzunehmen ist, daß diese Nomaden auch zu seßhaftem Leben übergehen werden, muß einiges Land für sie in Rechnung gezogen werden. Die Fläche, welche für eine arabische Bauernfamilie nötig ist, kann wie folgt berechnet werden: 1. Ein Kamel, ein Maultier oder ein Pferd brauchen für ihre Erhaltung in 250 Arbeitstagen 2000 Kilogramm Gerste (8 Kilogramm pro Tag). Der Gerstemertrag, der gegenwärtig von den Arabern erzielt wird, ist 80 Kilogramm, daher sind für eine Produktion von 2000 Kilogramm 25 Dunam nötig. *) Die Zunahme der arabischen Bevölkerung in Zukunft kann die nachstehenden Berechnungen nicht beeinflussen. Denn Zunahme der Bevölkerung bedeutet Intensivierung der Wirtschaft, zwei, Faktoren, die sich gegenseitig neutralisieren.