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Palästina · 1927-01-01 · Heft 1-2 · p. Seite 9

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 1-2
Article
Die agrarische Aufnahmsfähigkeit Palästinas
Date
1927-01-01
Page
Seite 9 (sequence 2)
Language
German
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9 können Einwanderer die normale Bauernwirtschaft durchschnittlichen Typs führen. Aber nachdem wir alles verfügbare Land in diesen Gegenden erworben haben werden, müssen wir uns anderen Bezirken zuwenden, den Ebenen von Saron und Schefelah, def Küste, dem Süden (Negeb) und speziell ,dem Östlichen Teil des Jordantales. In all diesen Gegenden wartet der Boden auf die Bearbeiter, die Kapital und schöpferische Energie besitzen. b) Die Größe der F a r m e n. Iii den 'Anfangsstadien der Kolonisation waren die Güter 250 Dunam groß, was der 'durchschnittliche Umfarig eines europäischen Gutes ist. Später wurde die Fläche auf 100 Dunam reduziert, die sowohl von der Pica als auch vom Keren Kajemeth als genügend: für eine Familie mit durchschnittlich fünf Köpfen angesehen wird, indes private Kolonisten und .verschiedene kolonisierend^ .Gesellschaften selbst dieses Ausmaß noch bedeutend reduziert haben, entsprechend dem Boden, der Ö ertlichkeit und insbesondere der Eignung für Bewässerung und für hochwertige Pflanzungen. In der Nähe der Städte -sind die Getreideflächen bis auf 50 iD!unam per Familie reduziert worden, bei Bewässerung werden sogar 25 und selbst 15 Dunam alsv genügend •angesehen. ...... . . . : j .. : . Zur Bebauung geeignete Flächen. Wir wollen-Land bloß von den Effendis (Großgrundbesitzern) und der Regierung erwerben und nicht von den Bauern. Wir gehen noch weiter, und nehmen auch das Land, in Anschlag, das wir für jenen Teil der arabischen Bevölkerung lassen müssen, der heute Pächter der Großgrundbesitzer ist. Und da die Balfour-Deklaration gegenwärtig bloß Westpalästina betrifft, während den. Arabern das ganze Vorkriegspalästina offen steht, sie vom Westen .nach Osten wandern und mit ihrem Vieh vom Osten nach Westen, so werden wir "nur eine Arisiedlung der Juden im Westen und gleichzeitig eine solche der Araber auf beiden Seiten, des Jordans in. Erwägung ziehen. .. '," % ' rv \ ■ . " Die Fläche Vorkriegspalästinas ist nicht genau bekannt. Nach türkischen Schätzungen betrug sie 38,221.000 Dunam. (13.724 Quadratmeilen; eine Quadratmeile 2785 Dunam von 919 Quadratmeter). Auch die Fläche des Mandatsgebietes kann nicht genau geschätzt werden. Denn erst jetzt wird sie vermessen. Nach einer Schätzung beträgt sie 25,065.000, nach einer anderen bloß" 22,000.000 Dunam. Daher müßte Transjordanien (einschließlich Djolan, Gilead, Hatirän usw.) 13 bis 16 Millionen Dunam haben. Die Bevölkerungszahl ist genauer bekannt. Nach der Zählung von 1922 hat das Mandatsgebiet 757.182 Einwohner, darunter 83.794 Juden. Die natürliche Zunahme der Araber war zirka 1 Prozent, doch hat sich ihr Standard in den letzten Jahren wesentlich verbessert. Die Kindersterblichkeit nahm ab und man kann heute mit 2 Prozent

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