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Palästina · 1927-01-01 · Heft 1-2 · p. Seite 11

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 1-2
Article
Die agrarische Aufnahmsfähigkeit Palästinas
Date
1927-01-01
Page
Seite 11 (sequence 4)
Language
German
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II 2. Zwei Kühe oder ihr Aequivalent in Schafen und Ziegen brauchen zur Weide oder zum Futter je 10 Dunam Land, zusammen also 20 Dunam. \ 3. Nahrung für die Familie (Weizen, Durrha usw.) zusammen mit ihren Abfallprodukten für Geflügel, Grütze für den Haushalt und Kleie für Kühe und Kälber: 1000 Kilogramm. Zu 60 Kilogramm pro Dunam erfordert dies 16 Dunam. 4. Bargeld für Zucker, Kleider, Licht u. dgl. Bedürfnisse erfordert 19 Dunam. 5. Für Zehnten und andere Abgaben 10 Dunam. 6. Für Saat usw. 10 Dunam, zusammen 100 D u n a m, für 148.277 Familien werden daher 14,827.700 Dunam benötigt. Die Tatsachen zeigen, daß diese Ziffer sehr übertrieben ist 1920 war die arabische Bevölkerung in den Dörfern 440.000, in den Städten 235.000. Wenn wir wieder die Hälfte der städtischen Bevölkerung als ländliche rechnen, so betrug diese insgesamt 557.000 Personen. Zur selben Zeit gab E. R. Sawer, Direktor des Landwirtschaftsamtes, die bebaute Fläche in Palästina mit 5,500.000 Dunam an, d. h. es kamen 10 Personen auf 100 Dunam. Mit anderen Worten, die Fläche, welche zur Erhaltung einer arabischen Familie nötig ist, beträgt durchschnittlich 49,33 Dunam, eine Ziffer, welche der Wahrheit viel näherkommt, wie alle wissen, welche mit Land und Leuten vertraut sind. Es ist schwer, die Flächen genau zu bestimmen, die entweder schon jetzt oder in Zukunft als bebaubar gelten können. Aber bei Berücksichtigung der Tatsache, daß der Jordan allein täglich 6,500.000 Kubikmeter Wasser zum Toten Meer führt, was 2.372,500.000 Kubikmeter pro Jahr beträgt, und daß mit einem solchen Wasserquantum eine Fläche von 2,5 bis 3,25 Millionen Dunam bewässert werden könne (durchschnittlich 650 bis 1000 Kubikmeter per Dunam und Jahr, je nach dem Boden und den Pflanzungen darauf), ferner, daß im Falle der Bewässerung ein Drittel bis ein Viertel der Flächengröße zur Ernährung einer Familie genügt, so sind riesige Strecken verfügbar, welche heute als unkultivierbar gelten, aber in wenigen Jahren zu besonders fruchtbaren Terrains gewandelt werden können, auf denen Millionen von Menschen siedeln können: Willcocks fand im Jordantal zwischen Tiberias und dem Toten Meer eine Fläche von 825.000 Dunam, wo Klee für Rinder- und Schafzucht unter Bewässerung gezogen werden könnte, ebenso wie Orangen- und Fruchtbäume, besonders Feigen, Wein, Bananen und Datteln. Nach Willcocks könnte auch die Straußenzucht, ein lohnender Zweig der Farmtätigkeit, auf Kleeanbau basieren. Granatäpfel würden gleichfalls gedeihen, nicht zu reden von Weizen, Gerste und Durrha. Er fand auch, daß die Quellen jenes Tales, abgesehen vom Jordan selbst, pro Sekunde 3,08 Kubikmeter Wasser oder 31,536.000 Kubikmeter pro Jahr liefern könnten, womit

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