Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 1-2
- Article
- Zur Lage
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 4)
- Language
- German
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5i schlecfotert werden Sollten, wird sich dier Z&tsöforift stets ang^fögetr sein lassen. Was die I n d u s t r i e betriff t> so schwanken die Meifrtmgefe über ihre Möglichkeiten sehr. In den nächsten Heften" dieser Zeifc-; schritt werden "darüber verschiedene Aufsätze erscheinen". Jedenfalls teilen wir nicht übertriebene Vorstellungen von jenen Möglichkeiten. Die jüdische \ Industrie hat bis heute in fünf- bis sechsjähriger Tätigkeit erst zirka 6000 Arbeiter untergebracht,' " bei. einem investierten Kapital von 2 Millionen -Pfund: Es kann keine Rede davon sein, daß, wie geäußert wurde, Zehntausende von" Arbeitern „rasch*' durch Indüstriegründungen Beschäftigung erlangen können. Allerdings ist die heutige Industrie in Palästina mit wenigen Ausnahmen in bezug auf Kapital sausrüstung, fach-; männische Leitung, Betriebsorgänisation usw. noch nicht auf der Höhe und wirklich moderne Fabriken werden daher sicher größere Erfolge haben, insbesondere wenn die Frage des Industriekredits gelöst werden wird. " •" -;; 1 Diese wenigen Bemerkungen darüber, wie sich unsere' Zeitschrift zu einigen , der wichtigsten Fragen stellt, sollen -nicht abgeschlossen werden, ohne "ein gewisses Bekenntnis,. Die vorstehenden nüchternen Erwägungen über die realen Möglichkeiten in Palästina scheinen eine sogenannte „minimalistische" Grundfärbung zu haben. Aber wir glauben, daß man in bezüg' auf die, Aufnahmsfähigkeit Palästinas meist unrichtiger weise die Frage so stellt: Wieviel Menschenkann das Land ^aufnehmen? >— indes .sie; richtig lauten soll: Was rri ü ß, geschah e n, da mit P a-. last in a möglichst viele' M e nsc K e n ä uf n eh rri e n kann? In bezug auf die erste Frage bringen wir heute eine Antwort von fachmännischer Seite, diesich bloß auf die, agrarische Kapazität des Landes bezieht und die beruhigend genug ist. Die zweite Frage ist auch schon vor "vielen Jahren von" dem berufensten Fachmann beantwortet worden, dem Schöpfer der .neuen zionistischen Kolonisation^ D r. A r t u r R u p p i n, der erklärte^ daß eine jährliche Festsetzung von 30.000 Juden in Erez Israel erfordere, daß die Gemeinsehaftsfonds 1,5 Millionen. Pfund aufbringen. Um die Kräftigung der Fonds: ist daher auf keinen Fall herumzukommen; Wie weit, private Kapitalien nach Palästina strömen werden, das zu bestimmen; liegt nicht direkt in der Macht der Leiter des Kolonisationswerkes. Aber jedenfalls wird. die. Extensivierung und Intensivierung desselben durch die Hilfe stärkerer Gemeinschaftsfonds denkräftigsten Anreiz und auch die entsprechenden Möglichkeiten dazu bieten, — hauptsächlich durch die dadurch erhöhte Konsumkraft des Landes — daß privates Kapital in größerem Ausmaß ins Land strömt. Auch derjenige^ der sich der Hoffnung hingibt, daß die Administration zu bewegen Sein wird, das jüdische Aufbauwerk kräftiger zu unterstützen,. als es bisher geschah, wird vergrößerte Fonds brauchen, um die Gaben