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Palästina · 1927-01-01 · Heft 1-2 · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 1-2
Article
Zur Lage
Date
1927-01-01
Page
Seite 4 (sequence 3)
Language
German
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TA Wann sich djas. in erhöhten Mittende* J. Av auswirken wird, steht dahin, ist ied$nfalls noch nicht -aktuell. Unsere Zeitschrift wird die ausschlaggebende , Bedeutung der Gemeinschaftsfonds . KKL -und KH. — stets aufs nachdrücklichste betonen, daneben natürlich die .Frage der Geldaufbringung für Kreditzwecke gründlich diskutieren^ Inzwischen muß die Exekutive danach trachten, wenigstens die bestehende Kolonisation von jedem weiteren Zuschußbedarf aus öffentlichen Mitteln unabhängig zu machen. Daher ist Sie Konsolidierung der landwirtschaftlichen Siedlungen das erste Gebot der Stunde. Wie aus dem Abschnitt über die .Finanzierung des Siedlungswerkes in dieser Nummer hervorgeht, .ist die Konsolidierung auch die Vorbedingung für die Beschaffung von Kreditmitteln für die landwirtschaftliche Kolonisation. Der Erweis ihrer Rentabilität wird nicht nur für die bestehenden Kolonien den Kredit, anlocken, sondern ihn auch für •künftige neue erschließen. Diese künftige Neuansiedlung wird dann schon auf Grund der gemachten Erfahrungen vor sich gehen müssen. Man hat in den ersten Jahren den politischen Gesichtspunkt der möglichsten Ausdehnung der Kolonisation zu sehr gegenüber dem rein wirtschaftlichen vorwalten lassen. Damit müßte aufgehört werden. Denn auf die Dauer wird dem Werk auch politischer Kredit nur eingeräumt werden, wenn es ökonomisch auf eigenen Füßen steht Eine Heimstätte kann nicht figürlich gesprochen in der Luft hängen. Oekonomisch gelungene Kolonisation auf schwierigem Terrain ist der beste Erweis der "politischen Reife des jüdischen Volkes. Unsere Zeitschrift wird sich diese Grundsätze stets zu Leitlinien nehmen. In bezug auf neue, Experimente, wie z. B. jenes von Dr. Soskin für intensive Kulturen auf kleinen. Flächen wird sie den Erfolg abwarten, bis dahin aber der Diskussion pro und contra das Wort lassen. Keinesfalls wird sie aber jemals dazu zu bewegen sein, noch nicht abgeschlossene Versuche als endgültige oder einzige Lösungen komplizierter Fragen gelten zu lassen. Aehnliches gilt auch für die heikleren, weil politischen Fragen der Arbeiterwirtschaft. Grundsätzlich steht diesbezüglich wohl die Mehrzahl der Zionisten auf dem Standpunkt, daß ihr eine „Chance" gegeben werden muß und daß sie bei dem eigenartigen Charakter des Aufbaus Palästinas gewisse notwendige Funktionen erfüllt. Aber wir werden jede einseitige Politisierung des Aufbauwerkes bekämpfen. In den Fragen der strengen Rationalität der Wirtschaft haben nur die Erfolge, die Ziffern das Wort, umsomehr, als es fast ausschließlich. Nationalvermögen ist, das die Institutionen und Siedlungen der Arbeiter speist. - Der Propagierung des Pflänzlings-, namentlich des Orangenbaus, der erwiesenermaßen hoch rentabel ist und .noch in absehbarer Zeit sein wird, wenn nicht die Qualitäten der Früchte ver-

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