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Palästina · 1911-01-01 · Heft 11-12 · p. Seite 254

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 11-12
Article
Die Bedeutung des Futterbaues für Palästina
Date
1911-01-01
Page
Seite 254 (sequence 3)
Language
German
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immer steigenden Nachfrage und des geringeren Angebotes im Preise fortwährend in die Höhe, was in dem steigenden Bedarf der kräftig sich entwickelnden Kolonien einerseits und der Abnahme des Düngervorrates der arabischen Dörfer anderseits vollkommen begründet ist. In manchen Kolonien, namentlich solchen, die einen großen Düngerbedarf haben, ist der arabische Dünger fast nicht mehr zu bekommen. So hat man nach Rischon im vergangenen Jahre per Bahn Kehricht aus Jerusalem gebracht Würde man aber einen ausgedehnten Futterbau und eine dementsprechend größere Viehhaltung einführen, so könnte man sich auf diese Weise die Düngerfrage leicht vom Halse schaffen. Ein weiterer Vorteil des Futterbaues wäre die Verringerung des wirtschaftlichen Risikos, da, wenn einmal die eine Frucht fehlschlägt, die andere noch den Schaden verringern oder sogar gut machen kann, was bei der Zweifelderwirtschaft ohne oder mit nur geringem Futterbau, wie sie gegenwärtig in Palästina gang und gäbe ist, nicht oder nur in sehr geringem Maß der Fall ist. Denn, wenn einmal dort die Winterfrucht nicht gediehen ist, so ist das Schicksal des armen ackerbautreibenden Kolonisten besiegelt. Dieser Vorteil tritt noch deutlicher in die Augen, wenn man eine gemischte Wirtschaft mit Futterbau einer Monokulturwirtschaft wie einer Orangenbojare oder einem Weingarten gegenüberstellt, wo das Risiko ein sehr groSes ist und leicht zu Krisen führen kann, wie wir es beim Wein bereits erlebt haben. Für Kapitalisten, die auf eine Jahresrente verzichten können, mag eine sonst rentable Monokulturwirtschaft am Platze sein, aber nicht für arme Kolonisten, die auf die Rente eines jeden Jahres angewiesen sind. Der Futterbau bietet weiter den Vorteil, daß er die Einführung eines geregelten Fruchtwechsels ermöglicht, ohne welchen eine rationelle Ackerbauweise unmöglich ist. Es würde zu. weit führen, wollte ich die Bedeutung desselben für die Wirtschaft nach jeder Richtung hin anführen. Hier sollen nur seine Hauptvorteile aufgezählt werden. Und diese Vorteile wären die bessere Bodenbenützung durch die Abwechslung von Tief- und Flachwurzlern, wodurch alle Schichten des Bodens in gleicher Weise in Anspruch genommen werden, dann die von stickstoffsammelnden mit stickstoffzehrenden Pflanzen, wobei der durch die einen gesammelte Stickstoff den. änderen als Nahrung zugute £ommt-. Von. der Aufzählung weiterer: Vorteile. muß hier ganz abgesehen werden. In Palästina, wo man mit dem Wasser des Bodens ziemlich sparsam umgehen muß, könnte man moch heben den geschilderten Vorzügen viel in, dieser Hinsicht mächen, wenn man durch eingehende Versuche den indieser Beziehung geeigneten Fruchtwechsel herausgefunden haben wird.; : '; "; ■ ^Der! Futterbau ermöglicht: Reiter die bessere... Ausnutzung, der menschlichen, besonders aber deV tierischen Arbeitskräfte, rdadiircfr daß e.r^inJ<$enziethlich'afbeijlslbsejf Perj&ie'n/ In die hier tif£ meisten Arbeiteii •beim. F;utter$)au fallen, für diese, Kräfte Arbeit schafft.',Wau kähje;M z. B. Boä¥^-f<iry-Jmm'eri aufzuteileri,''Wodurch ihnen die Verw^endüng;des:Düngers m :*ä£rweigerten Wirtschaft-ermögtishtf^würde (wie *z* in der Nähe von Öederäb).3- :-: ' ' - - 'r.-v/ä u-^O v.hr.-uijy.uii l-Mir.?:r.: r

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