Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 8 (1911)
- Issue
- Heft 11-12
- Article
- Die Bedeutung des Futterbaues für Palästina
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 255 (sequence 4)
- Language
- German
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- Beirut 1× ep/1047833
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in die Lage, die Zugkräfte fast durch das ganze Jahr hindurch ziemlich gleichmäßig zu beschäftigen, was von großer ökonomischer Bedeutung sein könnte. Fassen wir die hier angeführten Vorteile des Futterbaues zusammen, die für Palästina in noch viel höherem Maße zutreffen, als nach ihrem aligemeinen Werte zu erwarten wäre, so ergibt sich die Notwendigkeit und die Nützlichkeit seiner Einführung unzweideutig. Die Ansicht von der Umgestaltung des palästinensischen Zweifeldersystems., in eine regelrechte Fruchtwechselwirtschaft mit Einschiebung von Futterkulturen ist zu unserer größten Befriedigung schon in gewisse Kreise der Ackerbauer gedrungen. Und wenn dennoch diese Reform bis jetzt nicht durchgeführt ist, so hat dies sein Häkchen. Und wenn wir nach dem Grunde dieser Erscheinung suchen, so kommen wir zu folgenden Tatsachen. Der Futterbau bedeutet in der Landwirtschaft eine Intensivierungsform, wozu ein größeres Inventar, mehr Zugkraft, mehr Betriebs- und Anlagekapital notwendig sind, an welchen Mitteln es den armen meist verschuldeten Ack?rbauern fehlt. Ein weiterer Grund liegt in dem Fehlen eines ausgebauten, praktisch erprobten Feldsystems, welches sich für die palästinensischen Verhältnisse eignen sollte. Wohl existiert ein solches in Rudimenten, welches aber von Vollkommenheit weit entfernt ist. Aber auch die Zahl der bis jetzt in Palästina angebauten Futtermittel ist zu gering, um für jede Lage und Bodenart die Wahl von geeigneten Futtermitteln vornehmen zu können. Diese Zahl muß auf Grund von systematischen, auf breite Basis gestellten Versuchen bedeutend vermehrt werden. Daß sich alle hier aufgetauchten technischen Schwierigkeiten bei dem Aufwände einiger Mühe in einer relativ kurzen Zeit ziemlich befriedigend werden lösen lassen, darüber besteht kein Zweifel. Aber aus noch einem Grunde wird der Futterbau vernachlässigt und dieser liegt im Fehlen von organisierten Milchproduktions-Genossenschaften, die die Milchkühlung, den Transport in die Stadt und den Absatz in derselben für eine ganze Kolonie gemeinsam besorgen sollten, was jeder einzelne Kolonist, der nur wenig Milch erzeugen kann, für sich allein nicht tun kann. Ich weiß das aus meiner Praxis in Palästina, daß das Bemühen mehrerer Kolonisten Ekro.ns, ihre Milch in der Stadt zum Verkaufe zu bringen, an dem Fehlen einer Organisation gescheitert hat. . . .. h : Werden wir nun unsere Aufmerksamkeit dieser Frage .zuwenden, so .werben wir , die Landwiitschaft Palästinas um ein gutes. .Stftc.k....nach vorwärts bringen. Wohl könnte diese Frage von vornherein als zu.kompliziert erscheinen, wenn sie aber von geschickter, mit Mitteln genügend ausgestatteter Hand in Angriff genommen wird, wird sie sicherlich, in nicht, allzulanger Zeit ihre friedliche, Lösung finden. ■::^^^/^■■: S^i&t0■[ßßd^.;\■;\ , Unter dem Titel „Syrische Reisemüder",bringt Nr. .10 der. „jDeutschen Levante^eitung" die Schi!derjung,einer. Reihe, von syrischen St-ä^dtefe k; r: „ Beirut besitzt elektn #nd Gag- sowie ^asserleita9g,;;>Uote^.:>4:^nfj^Qß.!rl50.000- Einwohnern gi-bt ■ es 255