Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 8 (1911)
- Issue
- Heft 7-9
- Article
- Der Nutzen der jüdischen Kolonisation für das Türkische Reich
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 220 (sequence 4)
- Language
- German
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Rechobot: Sandboden, zumeist unbebaut. Ekron: Guter Boden, aber schlechtes Klima, Fiebergegend, was die Bebauung verhinderte, bis die jüdische Arbeit die Sanierung brachte. Gederah: Zum größten Teil steiniger Boden, ungeeignet zum Getreidebau. Artuf: Schlechter Boden, größtenteils steinig. Petach-Tikwah: Teils guter Boden, teils Sandboden, schlechtes Klima, früher häufig Fieber. Saniert durch die rationelle Bebauung der Juden. Fedje: Sandig. Kafr Saba: Guter Boden. Chedera: Fruchtbarer Boden, aber berüchtigt durch sein Fieber. Vier große Sümpfe bilden den Fieberherd. Mehr als 80 Juden sind daran gestorben. Das Klima ist inzwischen sehr verbessert worden, durch Anpflanzung von mehr als 300.000 Eukalyptusbäumen. Sichron Jacob: Magerer Boden, häufiges Fieber. Sedjera: Steinig, zum größten Teil nur für Weide geeignet. Mesha: Nur 60 Prozent guter Boden. Melhamie: Guter Boden. Yemma: dtto. Rosen Pin ah: Steiniger Boden, zum größten Teil nur für Weide geeignet. Mischmar-Hajarden: Zum größten Teil steinig. Jessord-Hama'alah: Fruchtbarer Boden, aber sumpfig, Fiebergegend. (Heute natürlich durch Drainage veibesseit.) Metullah: Zum größten Teil steinig, Rest sehr fruchtbar. All diese früher vernachlässigten und fast durchwegs unbebauten Terrains sind durch die jüdischen Kolonisten in blühende Gärten umgewandelt worden, in denen Tausende von Reben, Orangen-, Mandel-, Oel-, Olivenbäumen etc. prächtig gedeihen. Die Araber bebauen überhaupt nur den fruchtbarsten Boden und lassen den andern zumeist liegen. Die Juden' bringen mit Aufwand ungeheurer Arbeit, Energie und natürlich auch von Kapitalien gerade diese schlechten Böden in beste Kultur Für den türkischen Staat erweist sich dies natürlich nicht nur dadurch nützlich, daß die jüdische Kolonisation für die Intensivierung der Länderkultur und für die Hebung des Wohlstandes Erhebliches leistet, sondern auch seine Steuerkasse hat davon einen enormen Nutzen. Die Summe der von den jüdischen Kolonisten an den Fiskus bezahlten Steuern beträgt viele Hunderttausende Francs. So zahlte z. B. die einzige Kolonie Rischon le Zioti, welche vor 25 Jahren 750 Frcs. ablieferte, 1910 nicht weniger als rund 80.000 Frcs. Steuer, die Leistung von Petach-Tikwah stieg von 5 Frcs. (1882) auf über 60.000 Frcs. etc. 220