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Palästina · 1911-01-01 · Heft 5 · p. Seite 136

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 5
Article
Die chemische Erforschung des Toten Meeres
Date
1911-01-01
Page
Seite 136 (sequence 12)
Language
German
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Hydrochlorsaures Natron (Kochsalz) . . 4*00 Hydratwasser............... 10*00 Kohlenstoffsaurer Kalk......... 3*00 Kieselerde.............. 34*80 Eisenoxyd.............. 21'00 Tonerde............... 26*15 Verlust.....:.......... 1*05 100*00 „Infolge dieser Grundmischung, wodurch das Kochsalz und der kohlensaure Kalk wohl nur als mechanische Beimengung betrachtet werden können, verbunden mit der äußeren Form und dem porösen zelliger) Zustande derselben, ist das Produkt als ein vulkanisches Erzeugnis zu betrachten, dessen Bildung sich vielleicht in das hohe Altertum verliert Was nun aber seine eiförmige abgerundete Gestalt betrifft, so muß das wohl dem Hin- und Herschieben im Wasser zugeschrieben werden," Robinson [49] beschreibt die Ufer des Toten Meeres und hebt die Steinsalzlager, die sich dort befinden, hervor inmitten der kreidigen Kalksteine und Mergel. Marchand [43 a] bekam größere Mengen Erde von der westlich gelegenen Salzwüste Zeph, in der Nähe des Toten Meeres gelegen, durch einen Herrn von Kunowski zur Analyse. Das Produkt war hellbraun und lag in haselnußgroßen Stücken vor. Mit Wasser angerührt, gab es einen knetbaren Teig; es schmeckte außerordentlich salzig und enthielt fast zehn Prozent wasserlösliche Salze; 150 Gramm verloren durch Ausziehen mit Wasser 15 Gramm. Die Zusammensetzung und Mischung der Salze war der des Toten Meeres ähnlich. So gelang es Marchand in diesen Salzen Brom nachzuweisen, während Robinson keine Spur von Brom gefunden hatte [49]. Salpeter konnte auch nicht in minimalen Mengen nachgewiesen werden, was Marchand auf den Mangel an Vegetabilien zurückführt. Fraas [19], der sich auch mit diesen Untersuchungen beschäftigte, kommt doch nicht zu neuen, festen Ergebnissen. In der neuesten Zeit haben sich auch Blanckenhorn [4], Sachse [50], Elschner [16] mit dem Bitumen befaßt. Ueber das Steinsalz vom Dschebel Usdum arbeitete in letzter Zeit Sachse [50]. Er untersuchte verschiedene Proben und fand, daß das Material aus Chlornatrium, welches durch Gips, Kalkkarbonat, Ton und Spuren von Eisen und Mägnesiumverbindungen sowie durch Bitumen verunreinigt sei, bestehe; seine Resultate weichen nicht wesentlich von denen Terreils [39] ab. Die nachstehende von Sachse aufgeführte Tabelle zeigt die Resultate bei beiden Forschern. Cl Na so3 CaO Mg O Si Oä Al2 03 S Summe Terreils Sachse 59*30 60*23 38*47 39*23 0*92 0*33 0'60 0-14 0*09 0*00 0*00 0*00 15*00 00*00 Spur 99*53 99*93 136

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