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Palästina · 1911-01-01 · Heft 5 · p. Seite 135

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 5
Article
Die chemische Erforschung des Toten Meeres
Date
1911-01-01
Page
Seite 135 (sequence 11)
Language
German
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Im Jahre 1902 sind 3700 Kisten ausgeführt worden, zum größten Teile nach Norddeutschland. Jede Kiste wog 95 Kilogramm brutto und 80 Kilogramm netto. Untersuchung des in der Nähe befindlichen Gesteins. Die Untersuchung des in der Nähe des Toten Meeres befindlichen Gesteins und der bituminösen Kalke setzte schon frühe ein. Anfangs mögen es wohl die mysteriöse Eigenschaft dieses Gesteins, ohne Flamme zu brennen, und der Aberglaube, der sich daran knüpfte, gewesen sein, die auch die Chemiker reizten, den geheimnisvollen Schleier zu lüften. Die erste von chemischen Gesichtspunkten ausgeführte Analyse des bituminösen Kalkes und Beschreibung dieses Gesteins ist die von Hermbstädt [26]. Die Untersuchungen sind mit großer Genauigkeit und Sorgfalt ausgeführt und müssen noch heute in bezug auf die erzielten Resultate an erster Stelle genannt werden. Er beschreibt sein Produkt als a) außen gelbweiß, wie mit einem zarten Sinter überzogen, innen aber graubraun; b) hart, schwer zersprengbar, springt in unregelmäßigen Stücken; c) im Bruch matt, sehr feinkörnig, von kleinen glänzenden Glimmerpunkten durchsetzt; d) wird es nicht vom Magnet affiziert; e) mit Stahl gerieben wird es glänzend; es zeigt sich als polierfähig; f) es ist geschmack- und geruchlos, verbreitet aber, wenn gerieben, einen asphaltähnlichen Geruch; g) sein spezifisches Gewicht verhält sich zu destilliertem Wasser wie 2-045:1-000. Der Gang der Analyse ist sehr geschickt gewählt, und die Zusammensetzung des bituminösen Kalkes ist nach Hermbstädt folgende: Nach Hermbstädt ist der Schwefel an den Kalk gebunden; Eisen ist nicht nachzuweisen, denn „wäre Eisen darin, so müßte es als Schwefeleisen aufgetreten sein". Das war aber nicht der Fall. Der Ton ist mechanisch beigemengt und hängt von den Glimmerteilchen ab. Derselbe Analytiker untersuchte auch ein zweites Mineral, das er als „vulkanisches Produkt" Jyergl. a. 58 u. 18] bezeichnet. Die Analyse ergab: Kohlenstoffsäure Ton..... Schwefel . . . Asphalt . . . Calciumoxyd . Hydratwasser . Verlust..... 26-00 371 0- 90 13-39 41-25 13*75 1- 00 100*00 135

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