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Palästina · 1911-01-01 · Heft 5 · p. Seite 132

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 5
Article
Die chemische Erforschung des Toten Meeres
Date
1911-01-01
Page
Seite 132 (sequence 8)
Language
German
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Das Erdpech wird in den Fluten des Jordans gewaschen und nach Saida verfrachtet, der Kalk, der als Rückstand bleibt, wird von den Bewohnern zur Desinfektion der Weinberge benutzt. Einen Umschwung in den Untersuchungen des Asphaltes und insbesondere des syrischen, brachte die Arbeit von R. Kaiser [30]. Er war der erste, der durch seine exakten Versuche die wesentlichen chemischen Unterschiede zwischen dem syrischen und den anderen Asphalten festlegte und die alte Theorie über die Entstehung des Asphaltes durch Oxydation des Erdöles oder gewisser Bestandteile völlig umstürzte, indem er nachwies, daß der Sauerstoff eine ganz untergeordnete Rolle hier spiele, da er sich höchtens in Spuren auffinden lasse. Als wesentlichen Bestandteil hingegen wies Kaiser den Schwefel nach, und so kommt er zu folgenden Ergebnissen: Der syrische Asphalt besteht aus schwefelhaltigen, kohlenstoffreichen Kohlenwasserstoffen von dreierlei Art nach folgenden Formeln: 1. CnH2n-l6 2. Cn Hin - 30 3. CnH2ti-8 in denen H2, bezw. H6 und K.t durch S, S3 und S2 ersetzt sind. Kaiser sucht nun durch aufeinanderfolgende Behandlung mit verschiedenen Lösungsmitteln den Asphalt zu zerlegen. Beim Auskochen mit Alkohol gab der Asphalt nur vier bis fünf Prozent ab, in Form eines gelben, bräunlichen Oeles. Die mit Alkohol erschöpfte Masse wurde mit Aether extrahiert. Es wurden so 44 Prozent einer bräunlichschwarzen, harzigen, spröden, bei 65° schmelzenden Masse isoliert; der in Aether unlösliche Anteil wurde in Chloroform und Terpentin aufgenommen. Die Zusammensetzung der aus den verdampften Lösungen gewonnenen Rückstände war folgende: C H S N Alkoholextrakt . . . 82'33 10-33 6*96 — Aetherextrakt . . . 80*17 8'87 978 — Rückstand.....78'49 8*81 13*08 — Kaiser unterwarf den Asphalt auch einer fraktionierten Destillation, wobei er unter Entwicklung von Schwefelkohlenstoff 46 Prozent in Form einer bräunlich gefärbten Flüssigkeit isolierte, die Schwefel, Kautschuk, Guttapercha, Asphalt löste und durch Fraktionierung in eine Anzahl von Körpern von konstantem Siedepunkte zerlegt wurde. Siedepunkt c H S [45] 96^ 71*67 12-46 14-71 158° 81*69 12-67 5-09 170» 81*28 12*37 5-68 188° 82-59 12-11 5-10 22lo 82*07 11-20 7-03 225° 81-39 11-40 6-90 2290 82-37 11-25 6-47 233° 82*89 11-03 5*75 240° 82-83 11-07 5-84 260° 83*73 11-27 5*76 132

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