Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 8 (1911)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die chemische Erforschung des Toten Meeres
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 129 (sequence 5)
- Language
- German
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In den letzten 30 Jahren werden die Analysen über das Wasser des Toten Meeres seltener. Nur hatte, wie ich von geschätzter Seite erfuhr, eine englische Gesellschaft etwa in den 80 er Jahren beabsichtigt, das Tote Meer auf Brom auszubeuten, und schon feste Pläne dazu entworfen. Die Gesellschaft hatte Wasser aus 40 Meter Tiefe geschöpft und analysiert und auf Grund dieser Analyse die Rentabilität der Ausbeutung des Broms festgestellt. Die Ausführung des Planes scheiterte aber an den schlechten Eisenbahn- und Dampferverbindungen. (Privatmitteilung des Herrn Professor Dr. Lassar-Cohn, Königsberg.) Die im Jahre 1900 in der Chemiker-Zeitung veröffentlichte Arbeit von C. Elschner [16] verbreitet sich über die Rentabilität der Ausbeutung des Broms. Elschner fand beim Abdunsten von einem Liter Wasser in der restierenden Endlauge 12 Gramm Brom, „ein Gehalt, welcher von keiner zweiten natürlichen Lauge auch nur annähernd erreicht wird. Jedenfalls würde die Verarbeitung dieses Wassers, sobald eine Eisenbahn bis zum Toten Meere gebaut wäre, sich zu einer hochrentablen gestalten". Seine Analysenzahlen sind folgende: Chlornatrium.......... 5*00 Teile Chiorcalcium.......... 0'46 „ Chlorkalium.......... 0*96 „ Chlormagnesium........ 1870 „ Brommagnesium........ 0*55 „ Feste Bestandteile........ 25*67 Teile Wasser............. 74*33 „ 100*00 Teile Spuren von Gips und Organisches. Er gibt auch noch die Resultate einiger Analysen, die er im „Bull, d. 1. Soc. geol., II. Ser., B. I, 23" gefunden, an, aus denen die Zunahme des Brommagnesiumgehaltes nach der Tiefe hervorgeht [28]. Die neueste Analyse ist die schon erwähnte von Professor Stutzer [54]. Das Wasser hatte er vom Fabriksdirektor A. Goldschmidt, Düsseldorf, erhalten, der es im März 1907 geschöpft und ihm überlassen hatte. Diese Arbeit des bedeutenden Forschers und Analytikers ergab als Resultat folgende Zahlen: Chlornatrium.......... 8*788 Teile Chiorcalcium.......... 2*384 „ Chlorkalium ........... 1*357 „ Chlormagnesium........ 8*991 „ Brom magnesium ........ 0*368 „ Calciumsulfat.......... 0*141 „ Calciumcarbonat........ — „ Eisen in Spuren......... „ Organische Substanz . '..... — „ Feste Substanz ...... .... 22-029 Teile 129