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Palästina · 1911-01-01 · Heft 5 · p. Seite 127

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 5
Article
Die chemische Erforschung des Toten Meeres
Date
1911-01-01
Page
Seite 127 (sequence 3)
Language
German
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gleichung der Analysen bestätigt aufs neue, daß die Zusammensetzung des Wassers sowohl nach Qualität als auch nach Quantität veränderlich ist, eine Erscheinung, die man an vielen Mineralwässern beobachten kann, während bis jetzt nur das Wasser der Ozeane sich als an allen Stellen und zu allen Zeiten gleichartig zusammengesetzt erwies. Das Wasser war am 24. April 1862 nicht weit von der Mündung des Jordan geschöpft worden. Es war schwach alkalisch, färbte sich durch einige Tropfen alkoholischer Blaulösung karminrot und trübte sich bei kurzem Erwärmen nicht merklich. Der Verdampfungsrückstand, in einer Retorte ziemlich stark erhitzt, gab ein Sublimat von Salmiak, und auch nach Boussingaults Methode konnten merkliche Mengen von Ammoniak nachgewiesen werden. 100 Gramm Wasser ergaben bei 100° 23*756 Gramm grau-weißen Verdampfungsrückstand, der nach dem Glühen, unter Berücksichtigung der aus dem Chlormagnesium freigewordenen Salzsäure, 20 6 Gramm wog; bei der Analyse ergaben sich folgende Zahlen: Chlornatrium .... Chlorcalcium .... Chlorkalium .... Chlormagnesium . . Brom magnesium . . Schwefelsaurer Kalk Chlorammonium . . Kohlensaurer Kalk ) Eisenoxyd j Tonerde und Verlust Gesamtgehalt......... 20'600 Teile Wasser............ 79*400 „ 100*000 Teile „Das Wasser enthält also 20*6 Gramm Salz im Liter und übertrifft demnach alle bekannten Mineralwässer an Salzgehalt, ebenso wie durch seinen Reichtum an Brom." Der Verfasser macht darauf aufmerksam, daß sich das Wasser des Toten Meeres gerade wegen dieses großen Reichtums an Brom vielleicht zu therapeutischen Zwecken eignen könnte. Erzählt doch schon Plinius, daß die Römer sich Wasser aus dem „Asphaltsee" kommen ließen, um darin zu baden. Man kann sich von der Anwesenheit des Broms leicht überzeugen durch den Zusatz von etwas Chlorwasser und einhalb Volumen Chloroform, wobei sich letzteres nach dem Umschütteln durch das freigewordene Brom rötlichgelb färbt. Das Jahr 1866 bringt uns wieder zwei Arbeiten. Ludwig A. Wrede {62] veröffentlicht eine Arbeit über „das Tote Meer, eine geographische und geologische Abhandlung" und M. Terreil [55] über die „Composition des eaux de la Mer Morte", doch bringen sie beide nichts Neues, weder in der Auffassung, noch was die praktischen Versuche, anlangt. Im Jahre 1873 beschäftigt sich Oskar Jakobsohn [29] in einer bedeutsamen Studie „über die Luft des Meereswassers", auch mit der Frage, 6*126 Teile 3*152 „ 1-388 „ 9*466 „ 0*364 „ 0*058 „ 0*004 „ 0*032 „ 0*010 „ 127

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