Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 8 (1911)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Tätigkeit der ICA in Palästina [Nachricht]
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 80 (sequence 3)
- Language
- German
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In Met ul Iah konnten die Kolonisten einen großen Teil ihrer Schulden zurückzahlen und ihr Kapital vergrößern. Fast alle haben einen größeren Viehbestand. Im allgemeinen hält der Fortschritt, der im Jahre 1908 in Bezug auf die Kolonien ' von Ober-Galiläa konstatiert wurde, erfreulicherweise an. Die Entmutigung, die früher herrschte, ist verschwunden und die Kolonisten blicken mit Vertrauen in die Zukunft. Der Bericht wendet sich sodann den ICA.-Kolonien zu. In Waad-el-Hanin haben die Fruchtbäume, welche an Stelle eines Teiles der Weinstöcke gepflanzt wurden, gute Ernte, gegeben. Die Weinerte war gleich jener von 1908. Die „Geulah" verkaufte 16*35 ha von den 55*14 ha des Terrains Lebouf, welches sie erworben hatte. Hievon ist ein kleines Stück von einem Kolonisten zur Vergrößerung seines Orangengartens erworben worden und das andere von zwei neuen Eigentümern, welche Fruchtbäume pflanzen. Der Unterricht in der Schule, die von 41 Kindern besucht ist, erfolgt in hebräischer Sprache. In Katra wird der Unterricht in der Schule gleichfalls in hebräischer Sprache erteilt. In R echobot hat sich die Lage verbessert, dank den Mandelpflanzungen, die anfangen, zu tragen. Jene Kolonisten, welche keine Mandel- oder Weinpflanzungen besitzen, Verbessern ihr Einkommen dadurch, daß sie für solche Besitzer arbeiten, die nicht in den Kolonien wohnen. In C h e d e r a hat sich die jüdische Bevölkerung um 67 Köpfe (fast 50 Prozent) vergrößert. Diese Zunahme stammt von jener der Zahl der jüdischen Arbeiter. Diese zählen gegenwärtig 44 Seelen gegen 83 Araber. In diesem Jahre wurde eine Viehversicherungskasse speziell für Chedera gegründet. Die Prämie beträgt 5 Prozent. Auch die Leihkasse prosperiert gut. In der Schule unterrichten ein Lehrer und eine Lehrerin. In Mischmar Haifarden hat sich die Situation der Kolonisten und Metayers gebessert, was teilweise dem Zukauf von Terrains zuzuschreiben ist (8471 ha), auf denen sechs Kolonistensöhne arbeiten, die gute Resultate (885 netto pro Kopf) erzielten, in der Schule wurde der „Melamed" durch einen modernen Lehrer ersetzt, der auch arabisch unterrichtet. In Sedjera schwankt die Zahl der Bevölkerung wegen der Bewegung der Arbeiterschaft sehr. Die Farm zählte 1908/09 25 Familien von Metayers, 37 Familien von Arbeitern und 14 Familien von Angestellten und Handwerkern. Leider war die Ermordung eines Arbeiters und eines Metayers zu beklagen. Die Metayers bebauten 485 ha. Der Bruttoertrag war 4O.560 Frcs. (Vorjahr 37.427), also im Mittel 1622 per Familie. Sie besitzen eine ansehnliche Viehherde, 103 Stück. Auch der Geflügelhof ist gut besetzt. Von den Arbeitern sind zwei auf Daleika angesetzt worden, drei wurden in Sedjera selbständig gemacht, zum Teil auf eigene Kosten, an Stelle abgegangener Pächter, 12 sind geblieben und die anderen sind nach den Kolonien gegangen. Die Erträge der Administration haben 136 Frcs. pro ha bei Getreide ergeben; auch die Pflanzungen entwickeln sich gut. Die Herde zählt 741 Köpfe. Moza. Die Kolonisten daselbst haben auf ihre Schuld 2051 Frcs. rückgezahlt. Artuf. Die Lage der zehn Kolonisten scheint sich zu verbessern. 1600 Dunams wurden an einen Besitzer verkauft. Die Arbeit in Jerusalem. Die L e i h k a s s e hat 161 Darlehen, zusammen 69.179*28 Frcs., neu erteilt. Am Jahresschluß wurden 359 Schuldner mit einem Saldo von 93.266*41 Frcs. gezählt. Seit ihrer Gründung gab die Kasse 1060 Darlehen 80