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Palästina · 1911-01-01 · Heft 3 · p. Seite 81

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Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 3
Article
Die Tätigkeit der ICA in Palästina [Nachricht]
Date
1911-01-01
Page
Seite 81 (sequence 4)
Language
German
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im Betrage von 533.087 Frcs., inkl. Zinsen, von denen 439.821 Frcs. rückgezahlt wurden. 701 Schuldner haben ihre Rechnung völlig beglichen. Arbeitervorstädte. Die Ansiedlung „Nahalath-Zion" mit 53 Arbeiterhäusern ist fertiggestellt. In Nahalath-Zadoc sind sieben Häuser vollendet, für die der Preis von je 4500 Frcs., inbegriffen Grund, festgesetzt wurde. Strickmaschinen. Im Jahre 1909 wurde eine einzige verliehen. Lehrlingsunterbringung. An einen Zögling der Gewerbeschule in Jerusalem, welcher sich in der Türkei etablieren wollte, wurden 1000 Frcs. verliehen. Auswanderung. Acht Emigranten erhielten kleine Unterstützungen, zusammen 432*50 Frcs., um sich über See zu begeben. V Vorschläge zur Palästinaarbeit. Angesichts des herannahenden zehnten Zionistenkongresses werden im Zentralorgan der zionistischen Bewegung „Die Weit", eine Reihe von Vorschlägen zur Palästinaarbeit gemacht. In Nr. 1 d. J. spricht der Leiter des Palästina-Ressorts, Prof. Dr. Otto W a r b u r g, Berlin, über „die nächsten Ziele unserer Palästinaarbeit". Er führt in diesem Artikel aus, daß es sich bei Oppenheimer, Schatz und Aaronsohn gezeigt habe, daß die Gelder für irgend ein bestimmtes Projekt leicht aufzubringen sind, wenn die geeignete Persönlichkeit selbst Propaganda macht. Er empfiehlt diesen Vorgang auch für den Kulturfonds, das hygienische Institut und die Nationalbibliothek. Prof. War bürg plaidiert für eine Vereinigung des Museums, das heute schon über den Rahmen des Bezalel hinausgewachsen sei, mit der Nationalbibliothek und Schaffung eines wissenschaftlichen Beirates hiefür. Zur Beisteuer sollen verschiedene Organisationen herangezogen werden. Des weiteren spricht sich Prof. Warburg für die Sammlung eines an den Nationalfonds anzuschließenden Siedlungsfonds aus, welcher durch Verwendung für zweite Hypotheken die Anlage von Gartenstädten ermöglichen könnte, auch in der Nähe solcher Städte, die, wie Gaza, Nazareth und Nablus, keine jüdische Bevölkerung aufweisen. Prof. Warburg denkt, daß mit 1000 bis 2000 Mark pro Familie auszukommen wäre, wenn es sich um einfache Häuschen, eine Kuh und y2 ha für Pflanzungen handelte, wobei der Nationalfonds die Hälfte der Kosten der. Gebäude tragen und die Kolonisten einen Zuschuß zum Inventar leisten würden. Dieser Fonds sollte am zehnten Kongreß geschaffen werden. Mehr allgemeiner Natur sind die Ausführungen von Dr. Adolf Friedemann in Nr. 5 der „Welt". Der Autor führt aus, daß Neugründungen, die auf die finanzielle Mitwirkung der Zionisten berechnet sind, zu unterbleiben hätten, um eine Zersplitterung zu vermeiden. Dagegen wäre die Bildung von privaten Erwerbsgesellschaften für einzelne bestimmte Zwecke anzuregen. Der Kongreß hätte ein Komitee zu wählen, welches sich mit der Frage der Interessierung von Geldleuten für bestimmte 81

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