Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 6 (1909)
- Issue
- Heft 9-10
- Article
- Dr. Paul Nathan an Jakob H. Schiff in New York
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 194 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2379786-2379815-2379824-2382659--02634-2382700- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Beirut 1× ep/1047833
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
wird daher auch nicht die Vorbedingungen an Fabriken etc. etc. bieten, deren Studium für die Besucher eines Technikums von grosser Bedeutung ist. Dazu kommt, dass eine freie wissenschaftliche Betätigung in Jerusalem eher mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben wird, als in Haifa. Aber selbst die grossen Plätze ausserhalb Palästinas ne~ |ben Beirut: wie Smyrna, Konstantinopel und Saloniki scheinen mir nicht jene Vorteile zu bieten wie Haifa. Alle dliiei! haben das eine gemeinsam, dass sie bereits grosse internationale Städte sind, deren Charakter durch die Einrichtung eines jüdischen Technikums nicht wesentlich beeinflusst würde. Gerade aber, weil Haifa enst am Beginn eimer günstigen Entjwickelung sich befindet, besteht die Hoffnung, dass durch die rechtzeitige Errichtung eines jüdischen Technikums dieses in der Stadt eine ganz besondere Bedeutung gewinnen wird . . . Nach den eingehendsten Untersuchungen, die ich an Ort und Stelle angestellt habe, sind daher rund 55 000 □ Ellen' ä 1 Fr. 25 für die Zwecke des Technikums in Haifa erworben worden. Das nötige Terrain in der zusammengedrängten Stadt selbst zu erhalten, war erklärlicherweise ein Ding der Unmöglichkeit. Es fehlt der Raum, auf dem irgend eine grössere Anlage möglich wäre, und wollte man ganze Häuserkompiexe ankaufen, die alsdann niedergerissen werden müssten, so würde der Preis für Grund und Boden sich viel zu hoch stellen. In etwa 7—12 Minuten ist durch zahlreiche Strassen, die aus der Stadt auf den Bergrücken hinaufführen, das von mir erworbene Terrain zu erreichen. Der beherrschenden Höhe wegen, auf der die Gebäude errichtet werden sollen, ist die Lage gesund. Ich habe darüber den angesehensten Arzt in Haifa um ein Gutachten ersucht, das sowohl auf Grund theoretischer Erwägungen wie auch vor allem auf Grund praktischer Erfahrung zu einem günstigen Ergebnis gelangt ist. Das Terrain bietet schliesslich noch die folgenden Vorteile: Auf der Höhe gelegen, ist es nur ganz sanft ansteigend, so dass keine schwierigen Kunstbauten erforderlich sind. Der Baugrund ist ausgezeichnet; er ist Fels, so dass auch die Fundamentierungsarbeiten nur geringe Kosten verursachen. Das Terrain, das von einer Reihe von Besitzern zusammengekauft werden musste, ist in sich abgeschlossen und bildet ein längliches, fast vollkommen geradliniges Viereck. Dieser Umstand fällt für eine günstige Gruppierung der Häuser wesentlich ins Gewicht. Endlich dürfte noch ein idealer Vorteil in Anrechnung zu bringen sein. Die Lage der Gebäude wird eine derartige sein, dass sie vollkommen die Stadt Haifa und das umliegende Gebiet überragen, dass sie sich als ein Mittel- 194