Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1909-01-01 · Heft 7-8 · p. Seite 155

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
6 (1909)
Issue
Heft 7-8
Article
Von den englischen Ausgrabungen in Palästina
Date
1909-01-01
Page
Seite 155 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2379786-2379815-2379823-2382552--02545-2382605
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

logie usw. kompetente Fachleute zu Rate gezogen. Ebenso befindet sich das englische Werk noch in Vorbereitung; wie reich die Resultate aus Geser sind, erhellt daraus, dass caT 10 000 einzelne Fundstücke zu beschreiben sind und daneben: 30Ö0 Zeichnungen, 500 Photographien und 200 Pläne für den Druck vorbereitet werden müssen. Die bisher von deutscher uind englischer Seite in den Fachzeitschriften veröffentlichten) Berichte wollen nur als vorläufige betrachtet sein. Da ist es um so freudiger zu begrüssen, dass Macalister aus der Fülle s'einer Ausgrabungen und Entdeckungen eine Reihe von Skizzen herausgegeben hat, die unlängst unter dem Titel „Streiflichter zur biblischen Geschichte & u s id e r a 11 p a 1 ä s t i n e n s i s c h e n S t a d t G e s e r" in einer autorisierten deutschen Ausgabe mit Anmerkungen von Prof., D. Hashagen in Rostock erschienen sind (Wismar i. M., Bartholdi, 1907, Mk. 1.50). Diese Skizzen, gleichsam „Erstlingsgaben aus einer grossen, noch zukünftigen Ernte," wenden sich in allgemein veTständlicher Darstellung an einen weiteren Leserkreis und werden sicher mit dazu beitragen, dass ein Vorurteil gegen die Palästinaforschung, sei es die der deutschen, der englischen, der amJerikanischen oder der russischen Palästina-Gesellschaft, schwindet,, welches begreiflich, aber4 nicht berechtigt ist. Der einfache Bibelleser lebt nämlich häufig in der Meinung, dass die archäologischen Forschungen wohl dem1 Geographen, dem Historiker, dem Ethnologen und an'deren Fachgelehrten willkommene Förderung bringen, dass sie aber dem nicht fachmännisch Gebildeten nur wenig oder nichts zu sagen häben. Demgegenüber v bringen diese Skizzen gerade dem schlichten Leser eine Fülle von Belehrung und Belichtung der biblischen Vorgänge und Berichte, wie sie vor den Tagen der Ausgrabung nicht entfernt erhofft werden konnte. Zum Beweis berichte ich über eine schon an sich hochinteressante, aber durch die Entdeckungen aufs neue höchst bemerkenswert gewordene Periode der jüdischen Geschichte, soweit sie sich mit' der Stadtgeschichte von Geser berührt: es ist die Zeit der m a k k a b ä i s c h e n Eroberung. II. Griechische Einflüsse machten sich mit Beginn der Herrschaft Antiochus IV. auch auf religiösem Gebiete geltend; der in Geser ausgegrabene Votiv-Altar mit griechischen Widmungen an Herakies und Jehovah bietet dafür den schlagenden Tatsachenbewleis. Der Syrerkönig verstieg sich sogar zu dem Befehl, dass in jedem jüdischen Dorfe ein heidnischer Altar errichtet würde. Zu Modin, einem Dorfe nicht fern von Geser, widersetzte sich Mattathias dem Befehl. Er erschlug den seleu- 155

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.