Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 6 (1909)
- Issue
- Heft 7-8
- Article
- Von den englischen Ausgrabungen in Palästina
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 154 (sequence 1)
- Language
- German
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0. Eberhard, Kotelow i. M. Von den englischen Ausgrabungen in Palästina. Die Burg des Simon Makkabäus in Geser. _____ I „ .r_^uu-.,.-j;e Ajusgi^abungen, welche die letzten Jahre in Palästina gebracht haben, sind gegenwärtig zu einem gewissen Abschluss gekommen. Professor Sellin hat seit dem Frühjahr 1902 mit Unterstützung der österreichischen Regierung und der Akademie der Wissenschaften am Südwestrande der alten Jesreelebene auf dem Teil Ta'annek die kananitiscbe Königsstadt Thaanach ausgegraben. Der deutsche Palästina-Verein "hat seine Untersuchungen auf dem 8 km von Thaanach entfernten Teil ell-Mutesellim nach dreijähriger Arbeit im Winter 1905 zum Abschluss gebrtacht, da der Termin ablief und weitere Geldmittel zwecks Verlängerung desselben nicht flüssig zu machen waren — in welchem Umfang solche Geldmittel für die Grabungen erforderlich sind, geht daraus hervor, dass die erstmaligen viermonatlichen Arbeiten Prof. Sellins einen Kostenaufwand von 50 000 Kronen bedingten, während die jüngsten englischen Ausgrabungen zu Geser nach Macalisters Bericht monatlich 2000 Maifc erforderten. Wenn auch zu der endgültigen Vollendung der Ausgrabung noch eine Zeit von zwei bis drei Jahren nötig gewesen wäre, so hat Baurat Dr. Schumacher auf seiner Ruinenstätte doch das alte Megiddo folossgelegt und mit Sicherheit sieben zeitlich aufeinander folgende Bauperioden festgestellt, was einen reichen Beitrag zu der alten und ältesten Geschichte Kanaans bedeutet Die Engländerendlich haben 1899 und 1900 unter der Leitung von Bliss und Macalister auf vier Hügeln im Südwesten Palästinas Reste alter Burgen und Städte aus ältester kananitischer bisi in die römische Zeit aufgedeckt, und vom Juni 1902 bis zum August 1905 hat Macalister im Auftrage des Palestine Exploration Fund auf dem Teil Abuschusehe, drei Stunden östlich von Jaffa im Gebirge Juda, die Stadt Geser ausgegraben, die dem König Salomo von seinem Schwiegervater, dem Pharao als Mitgift geschenkt wurde. Ein umfassender Bericht ist bisher erst über die Ausgrabungen zu Teil Ta'annek erschienen (Denkschriften der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien 1904 und 1905: Ernst Sellin, Teil Ta'annek und: Nachlese auf dem Teil Ta'- annek). An der Abfassung eines detaillierenden objektiven Funkberichts über die Ausgrabungen auf dem Teil ell-Mutesellim arbeitet gegenwärtig Dr. Schumacher, und um allen Ansprüchen an eine wissenschaftliche Verarbeitung zu genügen, werden für die einzelnen Gebiete der Architektonik, der Archäcn 154