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Palästina · 1909-01-01 · Heft 5 · p. Seite 116

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
6 (1909)
Issue
Heft 5
Article
Die sanitären Verhältnisse Palästinas
Date
1909-01-01
Page
Seite 116 (sequence 2)
Language
German
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periodischer, schrecklicher Krankheiten sind. (Chedera, Baad el Hakared, Pet. Tikwah) Interessant ist es aber, dass einige an dem Meerbusen von El Arisch, am Lybornischen See und in der Pelusinischen Ebene am Suez-Kanal gelegenen Sümpfe, die — was zugegeben werden muss — einer schnellen Austrocknung unterliegen, für die Gesundheit gar nicht so verderblich sind. Aus eigenen Forschungen in El Arisch, und aus Informationen bei sehr kompetenten Männern in Aegypten, kann ich behaupten, dass die dort herrschende Malaria Deileibe nicht so schwer auftritt. Ebenso waren die Arbeiten am Suez-Kanal nicht aus klimatischen Gründen so gefährlich, wie man meinen könnte. In der Nähe des Nildelta in Aegypten gibt es Sümpfe, die stufenweise trocknen, bersten und nachher sogar einen sehr fruchtbaren Boden bilden. All diese Arbeiten sind nicht einmal mit einem zehnten Teil jener Gefahr vor ansteckenden Krankheiten verbunden, welche bei der Austrocknung der Sümpfe in Chederah droht. Es ist wahrscheinlich, dass die Anwesenheit von Meerwasser in diesen Sümpfen jenea eigentümlichen Einfluss ausübt, da dieselben zum grössten Teil unter dem Meeresniveau liegen. — In einigen sumpfigen Orten dieser Gegend fand ich in den Monaten Februar und. März 1903 eine grosse Anzahl von Stechmücken. Mit ihrer Bedeutung für die Verbreitung des Fiebers werden wir uns späterhin bekannt machen. Der zweite Landgürtel Palästinas, der ein grosses Gebiet in Anspruch nimmt, zieht sich vom südlichen Fusse des Libanöngebirges bis zur Sinaiwüste hin und stellt eine Gebirgsfläche mit vielen Tälern dar. Von den Gebirgen reichen am meisten das von Safed und das von Nazareth hervor, von denen das letztert durch die schöne Jesreelebene von dem Karmelrücken getrennt ist. Mehr gegen Süden befinden sich die Berge Ephraims. Da hat eine zahlreiche Bevölkerung die fruchtbarsten und gesündesten Abhänge um Nabulus (Sichern) zu ihrem Sitz gewählt. Das judäische Gebirge weist ein trockenes Klima auf, der Boden ist hier nicht sehr fruchtbar und so die Bevölkerung gering an Zahl. Es folgen dann die Berge rings um Jerusalem und Hebron, und schliesslich Petreja, welches allmählich, die Gestalt sich erweiternder, mehr und mehr in der Wüste verschwindender Seitenzweige annimmt. Obwohl die athmosphärischen Niederschläge in diesem Gebiete viel reichlicher sind als die der oben besprochenen Landzone, so ist dochr hier die Luft weniger mit Dampf gesättigt, der Unterschied zwischen Tages- und Nachttemperatur bedeutender,;und die'Winde sind hier Mufiger und unregelmässiger. 1 ' ']Wty. Die mittlere Temperatur dieses Streifens unterscheidet sich bezüglich ihrer Höhe wenig von der der Küstenebene; die 116

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