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Palästina · 1909-01-01 · Heft 5 · p. Seite 115

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
6 (1909)
Issue
Heft 5
Article
Die sanitären Verhältnisse Palästinas
Date
1909-01-01
Page
Seite 115 (sequence 1)
Language
German
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Dr. Hillel Joffe-Sichron Jakob. Die sanitären Verhältnisse Palästinas. I, Einfluss der O Derflächengliederung Palästinas auf sein Klima, Phon bei oberflächlicher Betrachtung Palästinas fällt folgende interessante wie seltene Tatsache auf, dass auf einer so geringen Kaumfläche eine so grosse* Mannigfaltigkeit in der Oberflächengliederung, der Meereshöhe, der mittleren Temperatur, der Luftfeuchtigkeit, der Temperaturmaxima und — minima und der Windrichtungen vorhanden ist. Jeder Landteil Palästinas übt nämlich einen besonderen Einfluss auf sein Klima aus. Dazu kommt noch der Umstand, dass infolge grosser Vernachlässigung des palästinensischen Bodens das unter ihm befindliche Wasser sich nach den verschiedenen Richtungen höchst unproportional verteilt, weshalb man z. B. in einer Entfernung von 2—3 Stunden Ortschaften antreffen kann, die für die Gesundheit schädlich sind, und solche, die wegen ihres günstigen Klimas mit den berühmten klimatischen Ortschaften Europas konkurrieren könnten. Die Forscher teilen Palästina nach seinem Klima in vier Längsstreifen ein. Der westlichste zieht sich längs der Küste des mittelländischen Meeres hin. Im Norden ist er sehr verjüngt, verschwindet beinahe bei Beirut, wo das Libanongebirge fast die Küste erreicht, dann aber erweitert er sich ein wenig in der Richtung nach Haifa, wo er von dem ins Meer vorragenden west-nördl. Karmelgebirge geteilt wird. Von da verbreitert er sich regelmässig gen Süden bis zur Wüstenebene El-Arisch. Das charakteristische Merkmal dieses Küstenstreifens bildet die Luftfeuchtigkeit, die im Norden ihr Maximum erreicht. Der Unterschied zwischen der Tages- und Abendtemperatur, zwischen einem Winter- und Sommertage ist verhältnismässig gering. Abends ist der Tau ausserordentlich reich. An allen Stellen, wo die Gebirge unmittelbar das Meer erreichen, wie z. B. in Beirut, sind die Winde schwach, obwohl das Thermometer eine nicht allzuhohe Temperatur aufweist; hier herrscht daher einje glühende Hitze und die Luft ist — ganz empfindlich fühlbar — mit Dampf gesättigt. An jenen Orten hingegen, wo das nicht der Fall ist, wo also zwischen Gebirge und Küste ein gewisser Abstand vorhanden ist, und Quertäler die fast kontinuierlichen Winde frei hindurchstreichen lassen, ist das Klima sogar im Sommer angenehm (Cäsarea, Chedera, Jaffa, Askalon etc.). In der Luft dieses Streifens findet sich in unbedeutender Menge Jodin, das zur Heilung chronischer Krankheiten der Athmungsorgane, wie des Rheumatismus u. a. dient. Jedoch begegnet man daselbst sehr oft Sümpfen, die ein Htrd m

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