Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 9-12 (September 1907)
- Article
- Die Kolonisationstätigkeit der J. C. A. in Palästina [Nachricht]
- Date
- 1907-09-01
- Page
- Seite 270 (sequence 3)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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— 270 — c. Petach Tikwah. Diese Kolonie befindet sich dank der Ausdehnung der Orangen-Kultur fortgesetzt in einer recht günstigen Lage. Mit Getreide wurden im letzten Jahre nur 180 ha (anstatt 335 im Jahre 1905) bebaut. Gute Einnahmequellen für die Kolonisten bildet die Anlage und Instandhaltung von Pflanzungen für auswärtige Besitzer. Die Kolonisten sind hier sehr energisch und' unternehmungslustig. Mehrere genossenschaftliche Gruppen haben sich gebildet zur Bewässerung und gemeinschaftlichen Bewirtschaftung der Ufer-Ländereien des Audscha-Flusses. Verschiedene Pflanzungen (Oliven, Mandeln u. a.), die vom Jahre 1903 ab auf dem Terrain von Jehudieh angelegt wurden, haben sich ausgezeichnet bewährt. Auch Versuche mit Baumwollkultur haben zu durchaus befriedigenden Resultaten geführt. Auf dem von der J. C. A. im Jahre 1904 angekauften Kafr-Saba, auf einem sandigen Boden, von dem man nie den geringsten Ertrag erwartete, sind bereits 250 ha mit den verschiedensten Baumgattungen bepflanzt, ohne daß die J. C. A. bei der Anlage dieser Pflanzungen irgend welche Kosten zu tragen hatte. Von besonderer Bedeutung ist der Orangenbau in Petach Tikwah, der eine Fläche von 250 ha einnimmt. Eine Genossenschaft „Pardes", der alle Orangenbesitzer angehören, besorgt den Verkauf und Versand der Orangen. Petach-Tikwah ist ein großes Dorf mit 1240 Seelen. Auch eine Anzahl von Arbeitern haben sich hier niedergelassen. Der „Pardes" allein beschäftigt in der 4 Monate währenden Saison 150 Arbeiter. 2. In Samaria gehören zu den Rothschild'schen Kolonien Sichron Jaacob, welches keine günstige Ernte im letzten Jahre hatte und unter der allgemeinen Weinkrise zu leiden hat und A11 i t, welches infolge der günstigen Lage am Meere und der Nähe von Haifa einer guten Zukunft entgegensieht. Die J. C. A. besitzt hier eine zusammenhängende Fläche von 7000 Dunam, wovon 6000 anbau fähiges Land sind. Sichron Jaacob und die benachbarten Anwesen bewohnen 114 Kolonisten- und Pächterfamilien (mit 632 Seelen) und noch 430 anderen Berufen angehörige jüdische Einwohner. 3. Die Kolonien der Tiberi as-Gegend mit 515 jüdischen Seelen (M e s h a 145, J a m m a 199, Melhamieh 120 und Bedjen 61) nehmen im Allgemeinen einen günstigen Aufschwung. Das Land ist fruchtbar, die Kolonisten arbeitsam und bescheiden In Rosch-Pinah war im Anfang des' Jahres 1905/06 die Lage der Kolonisten etwas kritisch, sodaß die J. C. A. mit Vorschüssen ihnen beistehen mußte, jedoch hat sie sich gegen das Ende des Jahres derart gebessert, daß Rückzahlungen erfolgen konnten. Leider hatten die Bemühungen der J. C. A.-Verwaltung, die Zehenten-Frage, unter der die Kolonisten der Safed-Gegend empfindlich zu leiden