Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 9-12 (September 1907)
- Article
- Die Kolonisationstätigkeit der J. C. A. in Palästina [Nachricht]
- Date
- 1907-09-01
- Page
- Seite 271 (sequence 4)
- Language
- German
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— 271 — haben, in Ordnung zu bringen, infolge des Widerstandes der Dette publique keinen Erfolg. Rosch-Pina zählt 796 Seelen. Jessod-Hamaalah mit 246 Seelen hat nach einer längeren Zeit von Mißerfolgen in den letzten Jahren eine recht gute Ernte. Dadurch wurden die Kolonisten ermutigt, immer größere Flächen zu bebauen. Im Jah*e 1904/05 waren nur 5310 Dunam besät, im Jahre 1905/06 aber schon 7665 und gegenwärtig sind sämtliche, auch die von der Kolonie sehr entfernten Grundstücke bebaut. Dagegen hatte Metulah (311 Seelen) infolge ungünstiger Witterung eine große Mißernte, die umso schlimmere Folge nach sich zog, als die Kolonisten von 10000 Dunam nur 6000 bebaut hatten. Es war auch nicht möglich, die Überfälle der Drusen, die während der Ernte großen Schaden angerichtet hatten, gänzlich zu verhindern. Abgesehen von den ehemals Rotschild'schen Kolonien verwaltet die J. C. A'. die Kolonien Waad el Chan in (32 Familien mit 146 Seelen), K a t r a (23 Familien mit 113 Seelen), Rechoboth (78 Familien, 348 Seelen) Mozah und A r t u f (kleine Ansiedlungen mit 60 und 28 Seelen in der Nähe von Jerusalem), ferner Chederah (38 Familien, 164 Seelen), in Samaria, Mise hmar-Hajar den (90 Seelen) und ein Gut in Sedschera in Galiläa. In der günstigsten Lage von allen weinbauenden Kolonien befindet sich Katra, dank dem fruchtbaren Boden und den billigeren Anlagekosten, die hier nur 10 Frcs. pro Dunam ausmachen, während sie in den anderen, den Jaffaer Orangenpflanzungen näherliegenden Kolonien mindestens 15 Fr. betragen. Waad el Chanin und Rechoboth befinden sich nicht in günstiger Lage infolge der Weinkrisis. In Rechoboth war auch die Oliven-Ernte, wie in der ganzen Gegend ziemlich schwach. Ebenso hat der Tabakbau (auf 60 Dunam) keine befriedigende Resultate ergeben; dagegen hat sich der Anbau von Rhizinus ausgezeichnet bewährt, da die Körner zur Seifenfabrikation sehr gut verwendet werden. In Chedera wurden 110 ha mit Wem und 775 ha mit Getreide bebaut. Eine vorzügliche Ernte hatte Mischmar-Haj arden. Für Sedschera war das letzte Jahr eines der schlechtesten. Die J. C. A. hat ihre eigene Gutswirtschaft von 293 ha mit 40 Arbeiten auf 183 ha mit 25 Arbeitern eingeschränkt, um mehr Boden den Kolonisten verpachten zu können. Die J. C. A. besitzt hier 273 Stück Ziegen und Lämmer, 233 Ziegen und Zicklein, 40 Kühe, 2 Stiere, 47 Kälber, 20 Stuten und 1 Hengst. An 27 Pächter hat hier die J. C. A. 600 ha verpachtet. Auf dem von der Administration selbst bewirtschafteten Gut wachsen 8000 Ölbäume.