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Palästina · 1907-09-01 · Heft 9-12 (September 1907) · p. Seite 250

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 9-12 (September 1907)
Article
Die Aktiengesellschaft "Geulah", ihre Entstehung, Bedeutung und bisherige Tätigkeit
Date
1907-09-01
Page
Seite 250 (sequence 8)
Language
German
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— 250 — Abgesehen von einer ganzen Reihe von Bodengeschäften, die zur Zeit von der „Geulah" in Angriff genommen, aber noch nicht abgeschlossen sind, und die hier anzuführen deshalb unzweckmäßig wäre, hat die Gesellschaft bis jetzt folgende Bodengeschäfte zu Stande gebracht: 1. Bei der Kolonie Petach-Tikwak wurden erworben 2651 Dunam 2. Bei Mescha 308 „ 3. Bei Rechoboth 2693 „ 4. Das Gut Bir-Salem b. Ramleh 2052 „ 5. Bei Gedera 1461 „ 6. Bin Landstrich zwischen Wadi-Chanin und Nes-Ziona 564 „ Insgesamt erwarb die Geulah somit bis jetzt 9729 Dunam, von denen ihr bis auf einen Rest von etwa 800 Dunam alles wieder zu verkaufen gelungen ist. Interessant ist dabei die Tatsache, daß die meisten dieser Ländereien durch Vermittlung der „Geulah" den Kolonisten der angrenzenden Kolonien zur Abrundung ihres Besitztums zufielen, — ein Beweis dafür, daß sogar für die an Ort und Stelle Ansässigen die Vermittlung der „Geulah" beim weiteren Ankauf von Grund und Boden von Nutzen war. Der einzelne Kolonist, der etwa seinen Bodenanteil durch Ankauf vergrößern wollte, ist oft nicht in der Lage, die mit jedem Bodengeschäft in Palästina verbundenen Schwierigkeiten zu überwinden. Wenn aber die „Geulah" alles bereits erledigt hat und ihm eine fertig aufgeteilte, rechtlich gesicherte und auf ihre Beschaffenheit geprüfte Parzelle anbietet, so kauft er sie ihr gerne ab. In manchen Fällen war die Vermittlung der Geulah von Bedeutung für die ganze Kolonie. So hatte z. B* das Landstück zwischen Nes-Ziona und Wadi-Ohanin (564 Dunam) für beide Kolonien eine ganz außerordentliche Bedeutung, da es beide mit einander verbunden hat und ihnen einen freien Ausgang nach dem Landwege, den sie bis dahin wegen der fremden sie umgebenden Ländereien vermißten, verschafft hat. Besonders hervorgehoben zu werden verdient auch das Gut> Bir-Salem, auf dem jetzt eine neue Kolonie aus ehemaligen Landbebauern im Kaukasus in Gemeinschaft mit einer Anzahl junger und tüchtiger Landarbeiter gegründet werden soll. Hier hat auch das Odessaer Palästina-Comite wohltuend eingegriffen, indem es der „Geulah" dieses Gut abgekauft hat, um es seinerseits den neuen Kolonisten, die sich hier ansiedeln wollen, zu vorteilhaften Abzahlungsbedingungen zur Verfügung zu stellen.

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