Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 9-12 (September 1907)
- Article
- Die Aktiengesellschaft "Geulah", ihre Entstehung, Bedeutung und bisherige Tätigkeit
- Date
- 1907-09-01
- Page
- Seite 251 (sequence 9)
- Language
- German
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— 251 — Wenn wir nunmehr die bisherige Tätigkeit der „Geulali" über¬ Micken, so wird man zugeben müssen, daß sie im Verhältnis zur Größe der Aulgabe sehr bescheiden ausgefallen ist. Immerhin haben bereits diese ersten schüchternen Versuche der Gesellschaft gezeigt, daß sie allmählich zu einem recht bedeutenden Paktor in der jüdischen Kolonisation Palästinas sich entwickeln wird. An ihrer Existenzberechtigung zweifelt jetzt wohl kaum jemand, der die Verhältnisse in Palästina teilweise kennt, es kommt nun darauf an, das begonnene Werk weiter auszubauen und fortzuführen. Dann werden der „Geulah" nicht allein die Sympathien ihrer bisherigen Anhänger erhalten bleiben, sondern auch immer mehr Freunde und Gönner auch unter den Zionisten und sonstigen Förderern der jüdischen Kolonisation Palästinas in Westeuropa gewonnen werden können. WIE ENTSTAND DIE NATURHISTORISCHE KOLLEKTION AM „BEZALEL"? Von J. Aharoni, Lehrer am „Bezalel" in Jerusalem. Es war dies gerade, als ich zum ersten Mal vorn Toten Meere zurückkehrte und in Ben-Jehudas Garten, wo auch Prof. Schatz anwesend war, vom merkwürdigen nicht nur kiemensondern auch lungenatmenden Ciarias macracanthus erzählte, der bei mir über vierzehn Stunden ohne Wasser ausgehalten hatte und der Josephus Flavius (Coracinus Josephi Flavii) zu der, wie es sich später herausstellte, irrtümlichen Annahme verleitete, dass es eine unterirdische Kommunikation zwischen dem See Genezaret und dem Nile gäbe, weil er in beiden genannten Gewässern die Coracias-Familie entdeckte. Und als ich mein Bedauern aussprach, keinen richtigen Platz zu haben, um alles das faunistische Material unterzubringen, das meine Sammler und ich bereits ausgebeutet haben und noch ausbeuten werden, nachdem ich bereits die gesamte sehr umfangreiche Literatur über die hiesige Fauna von Hasselquists Zeiten an bis auf unsere heutigen Tage mit unverdrossener Ausdauer in den reichhaltigen Klosterbibliotheken der Dominikaner und Franciskaner und des Patriarcat latin vollständig für meine künftige „Fauna Palästinas" zusammengelesen hatte — da erhob sich Prof. Schatz und sagte fest und sicher: „Sorgen Sie nicht, der „Bezalel" wird auch Ihnen gern zur Seite stehen, da er ja, wie Sie es vielleicht gehört haben, die hiesige Natur mit allen seinen Kunstproduktionen verweben will." Und nun fingen wir an . . .