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Palästina · 1907-06-01 · Heft 6-8 (Juni 1907) · p. Seite 192

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Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 6-8 (Juni 1907)
Article
Hilfsverein der deutschen Juden
Date
1907-06-01
Page
Seite 192 (sequence 4)
Language
German
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— 192 — Sephardim), die in 6 Klassen unterrichtet werden. Eine siebente Klasse als Vermittlungsklasse zwischen Kindergarten und Schule wird zu Ostern 1907 eingerichtet. Die meisten Lehrer an dieser Schule sind frühere Zöglinge derselben, welche mit Unterstützung der Schulverwaltung ein Lehrerseminar in Deutschland mit Auszeichnung absolviert haben. Die Schule ist zweisprachig. Das Hebräische bildet nicht allein die Unterrichtssprache für die religiösen Disziplinen, sondern auch, vorwiegend in den unteren Klassen, für einen grossen Teil der profanen Lehrgegenstände. Im übrigen entspricht der Lehrplan, für acht Jahrgänge berechnet, demjenigen einer gehobenen deutschen Elementarschule und schliesst einerseits Talmudunterricht und arabischen Sprachunterricht (von der 3. Klasse an) und andererseits Turn- und Gartenbauunterricht, von Fachlehrern erteilt, ein. Der Unterricht in den Realien hat in den letzten Jahren eine weitere Förderung erhalten, indem Physik, Zoologie und Botanik in den oberen Klassen von den Fachlehrern des Hilfsvereins der deutschen Juden als Musterlektionen für die Seminaristen erteilt werden. Die Kinder besser situierter Eltern zahlen ein kleines Schulgeld, welches den ärmsten Schülern zum Zwecke der gleichmässigen Bekleidung und Beschuhung zugute kommt. Diese, fünfzig an der Zahl, erhalten auch Mittagskost im deutsch.-jüd. Waisenhause. An die Lämelschule soll sich die dreiklassige Handelsrealschule unmittelbar als Fortbildungsschule anschliessen. Die Handelsrealschule in Jerusalem hat die Aufgabe, den Schülern — unter besonderer Berücksichtigung der palästinensischen Verhältnisse — eine höhere Allgemeinbildung und gleichzeitig eine gründliche Vorbereitung für den kaufmännischen sowie für alle praktischen Berufe zu geben% Theoretische und allgemeine Bildung werden mit der Fachbildung Hand in Hand gehen und in ein richtiges Verhältnis zu einander gebracht werden. Das Lehrziel, das nach dem nachfolgenden Unterrichtsplan erreicht werden soll, ist in kurzen Zügen das folgende: Die Schüler sollen eine umfassende Kenntnis der hebräischen Sprache und Literatur erlangen. Das Hebräische ist zum grossen Teil auch für die Übersicht über die Verteilung der Unterrichtsstunden auf die Klassen und Lehrgegenstände. Lehrgegenstände III. II. I. Summa 1. Hebräisch.......... 9 6 6 21 5 4 4 13 3 3 3 9 4. Englisch........... 3 4 4 11 3 4 4 11 6. Geschichte und Geographie .... 3 4 4 11 7. Mathematik und Rechnen .... 5 4 3 12 8. Naturkunde, Physik und Chemie . . 3 3 3 9 9. Handelskunde, Buchführung und — 3 3 6 2 2 2 6 2 2 2 6 38 39 38 115 Dazu für alle Schüler 1 Stunde Chorsingen und für die erste Klasse Schreibmaschine.

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