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Palästina · 1907-06-01 · Heft 6-8 (Juni 1907) · p. Seite 146

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 6-8 (Juni 1907)
Article
Die praktische Arbeit in Palästina in den letzten zwei Jahren
Date
1907-06-01
Page
Seite 146 (sequence 6)
Language
German
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— 146 — Kleine Etablissements. 1. Eine Maschinenschlosserei des Herrn Miller in Kaifa (10 Arbeiter). Eine ähnliche Fabrik des Herrn Weiner in Beyrut. 2. Eine Maschinenschlosserei „Kadimah" in Jaffa. Ausser Reparatur und Montierung von Maschinen macht man dort auch eiserne Betten, Stühle, Oefen, Eiskästen und englische Wagen. (10 Arbeiter). 3. Eine Pfropfenfabrik. 4. Eine Makkaronifabrik. 6. Eine Konfektfabrik. 6. Eine Hülsenfabrik. Die 3 letztgenannten begannen mit sehr kleinen Mitteln. Sie entwickeln sich allmählich sehr günstig und haben eine gute Zukunft vor sich. Handwerker und Werkstätten. Ausser einzelnen Handwerkern, die sich in den letzten Jahren an verschiedenen Plätzen in Palästina niedergelassen haben, und die meist 2 oder 3 Gesellen beschäftigen, sind besonders interessant einige entwickeltere Werkstätten: 1. Die Teppichweberei des „Bezalel". 2. Das Atelier des Herrn Trietsch & Co. für Möbel und verschiedene Holzgeräte (20 Arbeiter). Neu ist darin, dass man mit relativ geringen Summen einen Handelsartikel schafft und so auf natürlichem Wege eine Anzahl Leute beschäftigt, die meistens keine Profession hatten. 3, Die Genossenschaft der Jaffaer Tischler. Die meisten sind zwar einheimische, jedoch die Organisation auf Grund •der genossenschaftlichen Beschaffung des Rohmaterials, der individuellen Arbeit und manchesmal des genossenschaftlichen Verkaufs erfolgte unter dem Einfluss der neuen Elemente. 4. Eine grössere Werkstätte für Fässer (10 Handwerker sind dort tätig). Sonst sind zu vermerken: 5. Die Werkstätte des Herrn Weiss für Gold- und Silberwaren mit Galvanisierung (7 Arbeiter). 6. Eine Schuhfabrik des Herrn Mauermann für feine Schuhsorten (20 Arbeiter). Zuerst meinten die Einheimischen, dass der barfüssige Araber keine europäischen Schuhe brauchen wird. Jetzt kommen viele Araber und verlangen die teuersten und feinsten Sorten. Der europäische Stil und die äussere hübsche Ausstattung, das ist das Neue, das die Juden in den letzten Jahren ins Land hineingebracht haben. Freie Berufe. Drei jüdische Aerzte haben sich hier etabliert. Vielleicht ist noch für einen oder zwei in Kaifa oder in Beyrut Platz

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