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Palästina · 1907-05-01 · Heft 5 (Mai 1907) · p. Seite 122

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 5 (Mai 1907)
Article
Ein Beitrag zur Kartenkunde und zum Vermessungswesen Palästinas
Date
1907-05-01
Page
Seite 122 (sequence 6)
Language
German
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=— 122 — Steinvermarkung zwischen 3 Frcs. und 6 Frcs. pro Stein, je nach der Entfernung eines geeigneten Steinbruchs. Die Begrenzung und Vermarkung einer Liegenschaft im Werte von 200 000 Frcs. erfordert durchschnittlich 4000—5000 Frcs,, einen im Verhältnis zum Wertobjekte gewiss sehr hohen Betrag. Aber dennoch werden die Kosten einer guten Vermarkung in Anbetracht der durch sie geschaffenen Sicherheit des Besitzes in einem Lande, wo die Justiz langsam arbeitet, reichlich aufgewogen. Der Wert, der Vermarkung des Grundbesitzes scheint auch allmählich von der eingeborenen Bevölkerung anerkannt zu werden, findet man doch schon in allen Teilen des Landes Parzellen, die mit Grenzgräben oder Trockemauern (arab. Senesle) umgeben sind. Schlussvermessungen: Nach der vollständigen Vermarkung der Grenzen beginnt man mit der Schlussvermessung. Dieselbe soll einen exakten Plan der Gemarkung liefern und die Flächendimensionen mit möglichst grosser Genauigkeit bestimmen. Ein Fehler von nur 2 % bis 3 % würde bei einer Liegenschaft im Werte von 500 000 Mark eine Differenz von 10000 Mark bis 15000 Mark ausmachen. Es handelte sich nun bei der Begründung des Vermessungsdienstes der Jewish Colonization Association, eine Methode einzuführen, die den Landesverhältnissen Rechnung tragend möglichst genaue Resultate erzielt. Im Jahre 1898 wurde folgende Methode angewandt: Es wurde zunächst eine Basislinie von zirka 50ü m mit aller Präzision gemessen und auf dieser Basis ein die ganze Gemarkung überspannendes Dreiecksnetz aufgebaut. An die durch Theodolitbeobachtung bestimmten und durch rechtwinkelige Coordinaten berechneten Dreieckspunkte wurden die Aussengrenzen der Gemarkung durch Polygonisieren angeschlossen. Die Coordinaten des Polygons wurden nun zugweise berechnet und auf die trigonometrischen Punkte ausgeglichen. Die Kleintriangulation schloss man dann durch Rückwärtseinschneiden an die Landestriangulation des Palestine Exploration Fund an. Nun stellte sich aber heraus, dass die trigonometrische Punktbestimmung des P. E. F. nicht die erforderliche Genauigkeit für die Zwecke einer Katastervermessung aufwies; dazu kam noch der Umstand, dass die Errichtung und die Erhaltung der Signale für die Kleintriangu-

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