Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1907)
- Article
- Die jüdische Bevölkerung in Jaffa
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 13)
- Language
- German
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— 34 — einem sehr geringen Profit, der die Juden bei ihren allgemein höheren Lebensansprüchen nicht befriedigen kann. Anderseits aber sind die Araber weit weniger geschäftstüchtig, gar nicht unternehmungslustig und im höchsten Grade unsauber. Deshalb haben die jüdischen Kaufleute bei den zunehmenden Kulturbedürfnissen der palästinensischen Bevölkerung immerhin bessere Aussichten, sich gegen die ihren äusserst primitiven Geschäftsbetrieb nur sehr saumselig aufgebenden Araber mit gutem Erfolg zu behaupten. 45 jüdische «Geschäfte haben bezahlte Angestellte, u. zwar 27 je 1 Angestellten 13 je 2 Angestellte 3 je 3 2 je 4 Von diesen 70 Angestellten sind 8 Buchhalter und 62 einfache Gehilfen. Die Geschäftsmiete beträgt bei ungefähr 2/5 aller jüdischen Käufleute mit Verkaufslokal weniger als 200 Frcs. jährlich; von den Übrigen zahlt die Hälfte 200—500 Frcs., die andere Hälfte mehr als 500 Frcs. Bei dem andauernd zunehmenden Fremdenverkehr ist für Geldwechsler und Reiseführer Gelegenheit Geld zu verdienen. Da in Palästina sehr wenig Kleingeld im Umlauf ist, leisten dem Reisenden die Geldwechsler, die ihm die nötigen Umlaufsmünzen verschaffen, gute Dienste. Ebenso ist für den jüdischen Touristen ein in den Landesverhältnissen bewanderter jüdischer Dragoman, mit dem er sich verständigen kann, von grosser Wichtigkeit. Schliesslich sei noch erwähnt, dass es unter den Juden in Jaffa 8 Ärzte, 3 Feldscher, 7 Apotheker mit 12 Gehilfen, 4 Regierungsbeamte, 9 Hebammen gibt. Sie alle, insbesondere aber die Ärzte, haben ein recht ansehnliches Einkommen. Nicht dasselbe lässt sich von den Lehrern behaupten, deren Zahl zusammen 79 beträgt: 29 Lehrer für jüdische Lehrfächer (Melamdim), 25 Lehrer für profane Gegenstände, 25 Lehrerinnen (darunter 4 für Musik- und Nähunterricht). Die Melamdim haben ein ziemlich geringes Einkommen; nur der