Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 2 (1903-1904)
- Issue
- Heft 3-6
- Article
- Abrahamś Weinberg bei Jerusalem
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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— 137 - zu senden sind. Sie sind zwei Fuss lang bei 19 zölliger Breite und Tiefe. Er. war sehr zufrieden mit ihnen. Wir haben auch zum Verkauf kleine Modelle gemacht aus Stein von jenem Steinbruch, der das Material zum salomonischen Tempel lieferte. „Jene, die da meinen, dass die Arbeit Ihrer Gesellschaft in Jerusalem nicht nutzbringend und nicht notwendig sei, frage ich, wie würden diese Leute ohne Arbeit leben? Kann es irgend jemand sägen? Und es ist hier eine allbekannte Sache, dass niemand ausser den Engländern iLnen Beschäftigung geben will, von den Amerikanern kann ich es nicht sagen, weil ich es nicht weiss, ich weiss aber, dass einige im Jahre 1882 sich sehr hilfsbereit zeigten, und zwar den Leuten gegenüber, die aus Sanaa kamen. Die anderen Nationalitäten hassen diese „rechtmässigen Eigentümer des Landes" und tun alles, was sie können, um ihr Los zu verschlechtern. Wie würde sich die Lage unserer' Armen in England gestalten, wenn die Arbeit plötzlich aufhörte? Es wäre ein unbeschreibliches Elend. So geht es den Juden. Es herrscht eine grosse Armut hier unter ihnen, weil alles gegen sie ist. Arbeit tut ihnen not, und die vorgeblich christlichen Nationen, besonders Europas, sind es, die zu einem Teil für die Degradation der Juden verantwortlich sind. Mr. R. C. Morgan (von „The Christian") stattete dem Weinberg einen längeren Besuch ab und nahm alles in Augenschein. Er schrieb in das Besucher-Buch: „Es ist eine neue und erhebende Sache, so viele Juden bei harter Arbeit in nützlichen "Industrien zu sehen. Abrahams Weinberg ist sicherlich eines der vielen Zeichen dafür, dass die Wiederbelebung Israels nahe ist." * - * ~ * Durch die Güte von Freunden in Tunbridge Wells und anderswo sind wir in den Stand gesetzt worden, neue in den Fels gehauene Cisternen zu bauen und so für diejenigen Wasser zu beschaffen, die nicht einmal solches zum Trinken haben, denn die Mehrzahl der Wohnungen armer Juden haben überhaupt keinerlei Wasserversorgung. Die Christen und Mohammedaner haben fast alle Wasser in ihren Häusern, die armen Juden dagegen nicht. Das Kaufenmüssen jedes Tropfens Wassers für Trink- und alle anderen Zwecke hat viel Elend* Krankheit und Tod zur Folge, und fordert besonders seine Opfer in den langen heissen Sommermonaten bei Greisen, Kranken und kleinen Kindern. Wir sind voll Dankes dafür, dass wir in der Lage sind, einigen von ihnen Wasser zu geben. Arme Juden und Jüdinnen ziehen den ganzen Tag hindurch Wasser aus den Cisternen herauf. Von Juni bis inkl. November wurden im ganzen 40 632 Gallonen Wasser ausgegeben, und die Hälfte davon wurde denjenigen geschickt,