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Palästina · 1903-01-01 · Heft 3-6 · p. Seite 136

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
2 (1903-1904)
Issue
Heft 3-6
Article
Abrahamś Weinberg bei Jerusalem
Date
1903-01-01
Page
Seite 136 (sequence 2)
Language
German
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— 136 — Auch die Fabrikation von Oliven-Oel-Seife ist eine unserer einträglichen Industrien. Die Seife wird wegen ihrer schätzenswerten medizinischen Eigenschaften und weil sie absolut rein und frei von animalischen Fetten und irgendwelchen schädlichen Ingredienzien ist (sie ist aus reinem Oliven-Oel und dort gewonnenem Alkali hergestellt), von Aerzten sehr empfohlen. Sie ist unschätzbar für Kinder und für zarte Haut. Die folgenden Notizen. sind den wöchentlichen Briefen Mr. Dunns an das Komitee entnommen: „Das erste was man beim Hinaufsteigen nach Abrahams Weinberg bemerkt., ist die herrliche Lage auf der Spitze eines hohen Abhanges, von wo aus man einen Bundblick auf das ganze Tal geniesst. Vom zweiten Stockwerk des Hauses aus sieht man gerade die Spitze der Omar-Moschee auf dem Tempel-Platz. Die neuen Vorstadt-Gebäude verbergen Jerusalem gänzlich bis auf eine kleine Ecke an der Nordseite. Wenn man von dem Giebel des Hauses Umschau hält, sieht man, dass der Weinberg fast ausschliesslich von jüdischen Wohnungen umgeben ist. „Zur Aufnahme der Arbeit auf dem Weinberge wählte ich 54 Leute und sagte ihnen, dass sie am Montag früh um 7 Uhr anzutreten hätten. Sie stellten sich zur Zeit ein und machten sich sogleich mit voller Kraft an ihre verschiedenen Beschäftigungen. Alsbald hörte ich aus der einen Ecke den dumpfen Schlag des Meisseis auf dem Felsen, der für die Felssprengung vorbearbeitet wurde, von etwas weiter her ertönte das ständige Gehämmere der Steinklopfer, die rund um ihre Hütte sassen und die Steine für den Hausbau zu behauen hatten, und zwischendurch erscholl das Rufen der Bauleute nach Steinen und Mörtel. Wie durch ein Wunder hatte sich der Schauplatz mit bienenstockartiger Geschäftigkeit belebt und jenes Wunder war. das Geld der gütigen Spender in England und anderswo. Es war so schön, das Leben auf dem Platze zu beobachten, aber auf manchem Gesichte sah man die Spuren des Hungers, während man doch bei der Arbeit die Geschicklichkeit des Arbeiters sehen konnte. Es sind wirklich geschickte Leute, nur schwach und heruntergekommen, aber sie sind zur Arbeit tauglich, wie es nur immer Leute sein können. Ich habe einige von ihnen hinuntergesandt, um Eisenbänder aus der Stadt heraufzuholen, und sie taten es mit einer solchen Arbeitsfreudigkeit, dass ich nicht umhin konnte, sie dafür zu loben. Die Eisen sind schwer zu tragen, und sie werden schwerer, je länger der Weg ist. „Der amerikanische Konsul hat zwei Steine beordert, bei uns gebrochen und behauen, die als Grundsteine für Kirchen nach Amerika

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