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Palästina · 1903-01-01 · Heft 1-2 (1904.None.1903) · p. Seite 106

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Journal
Palästina
Volume
2 (1903-1904)
Issue
Heft 1-2 (1904.None.1903)
Article
Bananenbau in Ostafrika
Date
1903-01-01
Page
Seite 106 (sequence 3)
Language
German
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— 106 — Ich. darf wohl sagen, dass alle, die Land und Volk hier kennen, hoch erfreut sind über die Aufnahme einer wirtschaftlichen Frage, die zur Erhaltung: unseres Shambaavolkes als Bauernvolk uns notwendig erscheint. Die Lasten der öffentlichen Arbeiten, verbunden mit dem bisher ungenügenden Absatz gerade dieser Feldprodukte, haben eine gewisse Unlust, erzeugt, grössere Flächen anzubauen, als unbedingt zum eigenen Unterhalt nötig sind. gez.: F. Langheinrich, Wuga. Das Bezirksamt Dar-es-Saläm schreibt: Dar-es-Saläm, den 26. Dezember 1901. Für den Export können nur die in der Nähe von Dar-es-Saläm angebauten Bananen in Frage kommen, da 1. die geschnittene Traube unter der Einwirkung der Sonne beim längeren Transport schnell ausreifen und für den Export ungeeignet sein würde; 2. der niedrige Freisstand der Bananentrauben einen — sei es noch sobilligen — Transport nicht vertragen kann. Liegt die Absicht vor, den Export zu verwirklichen, so erscheint es aus naheliegenden Gründen zweckmässig, zunächst in einen Versuch damit einzutreten, um einerseits den richtigen Modus der Konservierung auf dem Seetransport zu finden und die Einwirkung der veränderten klimatischen Verhältnisse auf die geschnittene Traube festzustellen, andererseits ein Bild darüber zu erhalten, inwieweit die hiesige Banane in der heimischen Fabrikation gewinnbringend verwertbar ist. Zu diesen Export- und Verwertungsversuchen dürfte die hier in Dar-es- Salam erhältliche Menge diesseitiger Ansicht nach zunächst ausreichend erscheinen und der Anbahnung des Exports umsoweniger Schwierigkeiten entgegentreten, als der Schnitt kurz vor der Verschiffung geschehen kann und dadurch schon eine hinreichende Konservierung der Banane, die auf diese- Weise einem längeren unzweckmässigen Landtransport nicht ausgesetzt wird,, gewährleistet ist, dann aber auch die Menge des erhältlichen Materials in den verschiedenen Monaten annähend gleich bleibt, also auf ein regelmässiges,, gleich hohes Angebot gerechnet werden kann. Hat sich die Rentabilität des Exports erwiesen, wird sich mit Leichtigkeit die Menge des angebotenen Materials je nach Bedarf steigern lassen, da bei gesichertem Absatz die Produktion sich mit der Nachfrage auf gleicher Höhe erhalten würde, zumal die Terrainbeschaffenheit der Umgegend von Dar-es-Salam den Anbau der Banane in hohem Masse begünstigt. Der Leiter des Versuchsgartens von Kwai schreibt: Dar-es-Saläm, den 5. Januar 1902. Die Bananen lieben bekanntlich als Standorte sumpfige, feuchte Niederungen mit gutem, fettem Boden und kann eigentlich nur dort von einer Ueppigkeit die Rede sein.

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