Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 2 (1903-1904)
- Issue
- Heft 1-2 (1904.None.1903)
- Article
- Die Jüdische Orient-Kolonisations-Gesellschaft
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 8)
- Language
- German
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- 75 — 4—6 Monate, bis ein Acre Landes vom Busch befreit und urbar gemacht ist, doch veigehen 4 Jahre und mehr, bis der Ansiedler Ertrag aus seinem Land zieht, dann freilich, falls er fleissig und tüchtig ist, einen recht guten Ertrag, 30—60 Lstr. per Acre und Jahr, also eine Brutto-Einnahme von 6000—12 000 M. jährlich von einem Block von 10 Acres." ... . Dieser Brutto-Ertrag bedeutet mindestens das doppelte bis vierfache des im Prospekt der Jüdischen Orient-Kolonisations-Gesellschaft genannten Reinertrages. Das Land aber, von dem hier die Rede ist, wird in denselben und vielen ähnlichen Gegenden noch heute von der englischen Regierung zu den denkbar billigsten Bedingungen (z. B. für eine minimale Jahrespacht bis zu 5 Sh.!) gegen die Verpflichtung der Besiedelung angeboten. Unbesiedeltes Land wird eben bei aller Fruchtbarkeit erst durch Besiedelung wertvoll. — Britisch Westindien.*) Die im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie" schreiben (17. Juli 1903): „Der Durchschnittsertrag der Limonenkultur per Acre beträgt etwa 120 Barrels. Aus einem Barrel Limonen werden in der Regel sieben bis acht Gallonen Saft gewonnen. Der Limonensaft gelangt entweder in rohem oder konzentriertem Zustande zu Versendung. Die Konzentration des rohen Saftes erfolgt durch Einkochen. Di6 Londoner Marktpreise betrugen nach der Notierung vom 14. März 1903 für rohen Saft etwa 10 d. per Gallone." Dies entspricht einem Ertrage von 750 M. per Acre öder 1875 M. per Hektar, wozu noch für das nebenbei gewonnene Limonenöl 150 M. per Acre, also 375 M. per Hektar, kommt. Dies entspräche einem Ertrage per Hektar von zusammen 2250 M. Auf der Insel Montserrat wird die Durchschnittsausbeute völlig ertragsfähiger Pflanzungen sogar um 1/B höher angegeben. Man etzielt danach also 3000 M. per Hektar! Brasilien. Die deutsch-amtliche Central-Auskunftsstellie für Auswanderer macht in ihren Publikationen die folgenden Angaben: „Die von der Deutschen Reichsregierung als Siedelungsunternehmen konzessionierte Hanseatische Kolonisations-Gesellschaft m. b. H. in Hamburg, Hansahaus, besitzt in Santa Katharina Ländereien, die für Auswanderer mit einem Kapital von 2000—3000 M. geeignet sind. Jedoch nimmt die Hanseatische Gesellschaft Auswanderer mit erheblich geringerem Kapital an, da sie lange Kredite gewährt. . . . *) Die hier folgenden beiden Abschnitte bilden eine Art Nachtrag zu dem Artikel, der in der ursprünglichen Fassung nicht mitpubliziert war.