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Palästina · 1903-01-01 · Heft 1-2 (1904.None.1903) · p. Seite 71

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Journal
Palästina
Volume
2 (1903-1904)
Issue
Heft 1-2 (1904.None.1903)
Article
Die Jüdische Orient-Kolonisations-Gesellschaft
Date
1903-01-01
Page
Seite 71 (sequence 4)
Language
German
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— 71 — Cypern, aber auch nur dort, die Steuern, die auf den Oelbaumpflanzungen lasten, ermässigt sind, im ganzen übrigen Orient ist dies nicht der Fall." Ein besseres Argument für Cypern und gegen Palästina konnte die Phantasie eines Dichters nicht zuwege bringen. Herr Bambus, der bezweifeln will, dass ein Hektar Olivenpflänzung jährlich 500 M* Reinertrag bringen könne, zeigt, dass man nur in Cypern statt in Palästina zu arbeiten brauche, um 1000—1200 M. jährlich: per Hektar allein an Steuern zu sparen. (Nämlich 200 M. 12V2 Prozent von 1600 — und die Baumsteuer für 200 Bäume ä 4 bis 5 M., also weitere 800—1000 M.) So schön das Argument für Cypern wäre, so trifft es leider nicht zu. Die Baumsteuer von 4—5 M. pro Baum existiert nur in der Phantasie des Herrn Bambus, in Palästina beträgt sie 23 Pf. (Anderlind: Die Fruchtbäume Syriens.) — Dies und seine weiter oben gezeigte Naivetät (in landwirtschaftlichen Dingen) schlägt dem Fass Bambus'scher Sachkenntnis den' Boden aus, und wir sind eigentlich mit dem Fachmann Bambus fertig. Es genüge, wenn wir uns hier darauf beschränken zu sagen, dass seine übrigen Behauptungen ungefähr auf gleicher Höhe stehen. *, * * Auch von manchen zionistischen Seiten ist vor unserem Unternehmen „gewarnt" worden, und zwar mit der Begründung, dass unsere Tätigkeit nicht die gleichen Grundlagen habe* wie der Zionismus, und dass eine Beteiligung von Zionisten an diesem Unternehmen eine Kräftezersplitterung bedeute.-- Diese Auffassung steht natürlich im Widerspruch mit dem zionistischen Programm, das als erstes Mittel zur Erreichung seines Zweckes (Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina) „die zweckdienliche Förderung der Besiedelung Palästinas durch jüdische Ackerbauer, Handwerker und Gewerbetreibende" bezeichnet. Bedenkt man, dass unter den Mitteln zur Erreichung des zionistischen Zweckes die „vorbereitenden Schritte zur Erlangung der Regierungszustimmung, welche nötig ist, um das Ziel des Zionismus zu erreichen", erst als viertes und letztes genannt sind, und bedenkt man ferner, dass der Zionismus bekanntlich seine eigene Kolonisationstätigkeit nicht vor Erlangung des Charter beginnen will, so wird es klar, dass mit den als Mittel No. 1 genannten Bestrebungen die nichtzionistische Kolonisationstätigkeit gemeint sein muss. Dies ist auch häufig und klar genug ausgesprochen worden, und der offizielle Zionismus hat oft genug seiner Gefolgschaft

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