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Palästina · 1903-01-01 · Heft 1-2 (1904.None.1903) · p. Seite 64

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
2 (1903-1904)
Issue
Heft 1-2 (1904.None.1903)
Article
Der getreue Eckart
Date
1903-01-01
Page
Seite 64 (sequence 2)
Language
German
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- 64 — in unserem Prospekt, sondern das gerade Gegenteil. Es heisst da: „Bis eine Olivenpflanzung ihren durchschnittlichen Ertrag erreicht, kann in den breiten Zwischenräumen (10 meter) Gemüsebau betrieben werden, welcher in Deutschland erfahrungsgemäss reichlich über 1000 Mark per Hektar bringt. Wir werden für den Oiient, wo einer eventuell geringeren Verwertungsmöglichkeit der gewöhnlichen Sorten jedenfalls die Chance, Frühgemüse für den Export zu ziehen, gegenübersteht, mindestens die gleiche Ziffer annehmen können. In jedem Falle dürfte hiernach ein Ertrag von 500 Mark schon vor den grösseren Olivenernten per Hektar gewonnen werden können." Es geht daraus hervor, dass Gemüsebau nur solange als interkalare Kultur geplant ist, „bis eine Olivenpflanzung ihren durchschnittlichen Ertrag erreicht". Es ist also ein Ertrag von 500 Mark per Hektar in Aussicht genommen, und zwar von Gemüse, so lange und insoweit nicht die Oliven per Hektar soviel ergeben.) 2. Wir wollen annehmen, dass diese Materialisation immaterieller Erscheinungen gutgläubig ist. Sie lässt sich wenigstens auf ein den ganzen Angriff durchziehendes grundsätzliches Missverständnis zurückführen. Herr Bambus — «legt ihr nicht aus, so leget unter!" — unterstellt uns überall die sehr merkwürdige Auffassung, dass Olivenbäume bereits vom dritten Jahre an „vollen Ertrag" liefern sollten, und •setzt dieser „Chimäre" sein eigenes sachverständiges Gutachten entgegen, wonach Oliven erst von ungefähr 10 Jahren an Ertrag bringen. Hiermit spricht er eine jener Wahrheiten aus, die niemand bezweifelt. Wir können uns ihm nur „voll und ganz" anschliessen. Aber wir erlauben uns, seine Schlüsse aus dieser verblüffend neuen Thatsache abzulehnen. Denn: a) wir haben niemals behauptet, dass „Olivenplantagen vom dritten Jahre an oder etwas später eine jährliche Rente von 500 Mark" ergeben. Es ist bedauerlich, dass Herr Bambus nicht lesen kann. In unserm Prospekt steht wörtlich folgendes: „Die Ernte beträgt dann je nach der Art der Pflanzung vom dritten Jahre an oder etwas später von 1 Mark (schon abzüglich der Erntekosten) aufsteigend bis zu 20 Mark und mehr per Baum. Als ein mässig gerechneter Durchschnitt kann 5 Mark per Baum angesehen werden. Dies entspräche 500 Mark per Hektar." Wir meinen, das sei klar genug, um jedes Missverständnis auszuschliessen. Es wird angenommen, dass im dritten resp. vierten Jahre jeder Baum: durchschnittlich 1 Mark Ertrag bringt, und dass dieser Ertrag von da an jährlich steigt bis zum Beharrungszustande voller Ernten, für die wir den sehr mässigen Durchschnitt von 5 Mark

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