Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 2 (1903-1904)
- Issue
- Heft 1-2 (1904.None.1903)
- Article
- Der getreue Eckart
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 1)
- Language
- German
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DER GETREUE ECKART. EINE ANTWORT. Von Dr. Franz Oppenheimer und Davis Trietsch. Herr W. Bambus erklärt die Pläne der von uns begründeten Jüdischen Orient-Colonisations-Gesellschaft in einem längeren, in der „Jüd. Presse" erschienenen, zahlengespickten Artikel, und einem kleineren „Eingesandt" in der „Allg. Ztg. des Judentums" für „Chimäre" resp. „Phantasie" und warnt als getreuer Eckart vor der Beteiligung an dieser „Gründung", die nach seiner infalliblen Autorität zum Scheitern verdammt ist. Da Herr Bambus grundsätzlich weder gegen jüdische Kolonisation im allgemeinen noch gegen eine solche „im Orient" etwas einzuwenden hat, gründen sich seine Kassandrarufe einzig auf die in dem Prospekt der J. O. C. G. enthaltene Rentabilitätsberechnung. Im folgenden seien seine Einwände antikritisch beleuchtet. Es wird jeder unbefangene Leser den Schluss daraus ziehen müssen, dass Herr W. B. nicht lesen kann oder — nicht lesen will! * * * 1. „Die Gesellschaft will gegen eine Aktienleistung von 300 Mark und eine jährliche Ausgabe von 100 Mark pro Hektar Olivenpflanzungen anlegen und verheisst vom dritten Jahre an einen Ertrag von 500 Mark pro Hektar, wenn Gemüse als interkalare Kultur angepflanzt wird, sogar das Doppelte." Also wörtlich Herr Bambus! Wir konstatieren demgegenüber, dass von einer „Verheissung des doppelten Ertrages" im Prospekt nirgends die Rede ist!: Herr Bambus hat zwischen den Zeilen gelesen, eine Art von interkalarer Kultur, die eine volle Missernte ergeben hat. (Was Herr Bambus meint ist offenbar folgendes: Er nimmt an, wir beabsichtigten Gemüsekultur neben den im vollen Ertrage stehenden Olivenpflanzungen zu treiben. Freilich steht nicht das