Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 2 (1903-1904)
- Issue
- Heft 1-2 (1904.None.1903)
- Article
- Der Prospekt der Jüdischen Orient-Kolonisations-Gesellschaft
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 6)
- Language
- German
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— 57 — und in kurzem schon die Früchte unserer Arbeit zu sehen. In jedem Falle aber werden alle diejenigen, die uns heute in stand setzen, zur hilfreichen Praxis überzugehen — gleichviel ob sie damit ihrem eigenen Interesse oder dem der Gesamtheit dienen wollen —, sich sagen dürfen, dass sie ein grosses Werk im Dienste der grossen jüdischen Sache zu ihrem Teil mit ermöglicht haben. DER VORSTAND: DER AUFSICHTSRAT: Louis Brisch Dr. Franz Oppenheimer (Geschäftsführer), (Vorsitzender), Davis Trietsch, C. Posnanski. Ludwig Behr, R. Schimmer. Eine definitive Festlegung des Unternehmens auf bestimmte landwirtschaftliche Bethätigungen kann selbstverständlich erst dann erfolgen, wenn ein bestimmtes Ansiedelungsgebiet gegeben ist. Bis zu diesem Zeitpunkte haben die auf vielfachem Wunsch beigefügten Angaben nur den Wert von Beispielen. Es soll dem Laien gezeigt werden, mit wie geringen Mitteln bei intensiver Landwirtschaft gearbeitet werden kann, und wie wenig man gezwungen ist, mit den Ziffern der bisherigen jüdischen Kolonisation zu rechnen, die sich viel zu sehr an die veralteten, im Orient verbreiteten Methoden hält. RENTABILITATS - BERECHNUNG FÜR OLIVENKULTUR*) Einmalige Ausgaben. Land, geeignet für Oliven, perHektar 100 M. Umackern, Pflügen und Hacken . 54 „ 100 gepfropfte, ca. 6jährige Bäume inkl. Pflanzen....... 100 „ Bewässerung und Düngung . . 36 „ Geräte etc. (per Hektar berechnet) 10 „ 300 M. Jährliche Ausgaben. Verzinsung der nebenstehenden Grundkosten ä 5°/0 . . . . 15 M. Amortisation der Grundkosten ä 5% 15 „ Pflügen und Hacken..... 24 „ Bewässerung und Düngen . . 36 „ Schneiden der Bäume etc. . . . 10 „ 100 M. Die Ernte beträgt dann je nach der Art der Pflanzung vom dritten oder vierten Jahre an von 1 M. (schon abzüglich der Erntekosten) allmählich aufsteigend bis zu 20 M. und mehr per Baum. Als ein massig gerechneter Durchschnitt kann 5 M. per Baum angesehen werden. Dies entspräche 500 M. per Hektar. Nach der „Zeitschrift des deutschen Palästina-Vereins" (Band XI) wird für gute Olivenpflanzungen jährlich mindestens 8 Mark per Baum gerechnet, wobei *) Genaue Einzelheiten finden sich indem ausführlichen Artikel über Oliven bau in der Zeitschrift „Palästina" Jahrgang 1902 Heft 5/6. Seiten 211—227. Die Zeitschrift ist durch den „Jüdischen Verlag" (Berlin SW. 47) zum Preise von 3.— Mark pro Jahr (Ausland 3.50) zu beziehen.