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Palästina · 1903-01-01 · Heft 1-2 (1904.None.1903) · p. Seite 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
2 (1903-1904)
Issue
Heft 1-2 (1904.None.1903)
Article
Die Geschichte einer Hilfsaktion
Date
1903-01-01
Page
Seite 30 (sequence 14)
Language
German
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— 30 — begonnen, jedoch war die Sache nicht ermutigend genug, so d'äss sie 'bald nach Larnaca zurückgingen,' um mit den anderen die Ankunft des Dampfers zu erwarten. Vor ihrer Abreise war ich nochmals in Ascheritou gewesen, um nach den anderen rumänischen Arbeitern zu sehen, welche recht zufrieden waren und entschlossen schienen, auszuhalten, bis vielleicht ' eine Kolonisation - Möglichkeit sich für sie ergebe. . Ein paar Tage später erfolgte die Abreise. Ich begleitete die Leute'bis Port Said, um von dort nach Jaffa zu gehen, während die Leute über Alexandria nach Triest befördert wurden. . Die Boryslawer gingen nach ihrer Heimat zurück, m der es ihnen — wie sie sich in Cypern besonnen hatten — „bis zum letzten Tage so gut gegangen war." Die 3 Rumänen fanden in Triest vorläufig Beschäftigung und gingen später nach London, von wo zwei nach Amerika weitergingen, während der. dritte dort Arbeit fand. Die fürchtbare Schilderung, die ein edler Menschenfreund aus Fiume über ihre Leiden in Cypern und unterwegs in einem „Eingesandt" an "die „Welt" entworfen hatte, beruhte selbstverständlich auf irgend welchen Lügen, bestimmt, um Mitleid hervorzurufen und vermehrt um einige faustdicke „ Miss Verständnisse c\ die dem wahrscheinlich in solchen Dingen sehr unerfahrenen Einsender mitunterliefen.*) III. Die Nutzanwendung. Die Lehren, die sich aus diesem „Fehlschlag" ergeben, lassen sich in wenigen kurzen Sätzen zusammenfassen:; Man mache keine zu kleinen Versuche. Die zu verpflanzende oder anzusiedelnde Gruppe muss gross genug sein, dass bei irgend welchen sich ergebenden Schwierigkeiten ein Teil der Gruppe noch gross genug ist, den Versuch fortzusetzen. Die Gruppe muss so gross sein, dass es sich verlohnt, ihr mindestens einen Führer mitzugeben, der sie vom Ausgangspunkt der Reise bis zu ihrem Ziele bringt und wenigstens einige Monate bei ihnen bleibt. ■*) Die „Welt", der die Unrichtigkeit dieser Mitteilung klar sein' mufste, druckte sie trotzdem ab und verweigerte dann die Aufnahme einer Richtigstellung. Man glaubte mich zu Dank verpflichtet (so wurde mir geschrieben), weil. mein. in dem „Eingesandt" erwähnter Name und „ein schwerer, persönlicher An griff" „für die Zeitung gestrichen wurde."

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