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Palästina · 1903-01-01 · Heft 1-2 (1904.None.1903) · p. Seite 11

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Journal
Palästina
Volume
2 (1903-1904)
Issue
Heft 1-2 (1904.None.1903)
Article
Die Verkehrswege Palästinas
Date
1903-01-01
Page
Seite 11 (sequence 5)
Language
German
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— 11 - dem Hauran an.*) Die projektierte Linie sollte ausser dem Hauran die Jordanebene bei der Mündung des Jarmuk durchschneiden, hierbei zum Teil das Gebiet der jüdischen Kolonisation berühren, alsdann die Jesreelebene ihrer Länge nach durchqueren, womit dann die reichsten Gebiete des Landes in den Bereich ihrer Operationen gezogen wären. Es ist klar, dass eine solche Bahn grossen materiellen Erfolg haben würde. Leider aber wurde infolge verschiedener Ursachen, auf die hier einzugehen uns zu weit führen würde, die schon begonnene Arbeit seit mehreren Jahren aufgegeben, Die Bahn wird aber zweifellos nach einer gewissen Zeit wieder aufgenommen werden, so offensichtig ist ihre zukünftige Bedeutung. Des weiteren ist die Linie Damaskus—Mekka, am Toten Meere vorbei, zu erwähnen, die jetzt in Ausführung begriffen ist. Es wird noch eine Abzweigung nach Jerusalem projektiert. Es existiert noch ein Projekt, die Küstenstädte Jaffa, Gaza mit Ismaila über Arisch zu verbinden. Welche Bedeutung das Kameel bei dem jetzigen Zustande der Verkehrswege als Transportmittel hier im Lande hat, können wir durch folgende Zahlenzusammenstellungen erläutern. Man bezahlt für den Transport von 1 t auf der Strecke Beirut— Damaskus: 1. per Wagen auf der Landstrasse 112 km 63,30 Frks. 2. „ Kameel.....ca. 112 „ 50,00 „ 3. „ Eisenbahn 147 „ 29,40 „ Man zahlt somit per Kilometertonne: 1. per Wagen 0,56 Frks. 2. „ Kameel 0,44 „ 3. Eisenbahn 0,20 „ In diesem Falle konkurriert also die Eisenbahn erfolgreich mit dem Kameel. Massgebend aber ist nicht der Preis per Kilometertonne, sondern der Preis per Tonne für die ganze Strecke, denn das Kameel schlägt gewöhnlich bedeutend kürzere Wege ein. *) Vital Cuinet's Angaben differieren allzu sehr von den soeben mitgeteilten. Nach ihm soll der Hauran alljährlich folgende Produktion aufweisen: 160000 t Weizen, 170000 t Gerste, 189000 t Mais (Durra!) und 95846 t (sie!) andere Produkte, im Totalwerte von 84 Millionen Franks. Da wir aber im allgemeinen V. Cuinet nicht ernst nehmen können, wozu wir hinreichend Veranlassung haben, so wollen wir seine Zahlen nur dann zur Anwendung bringen, wenn uns andere Angaben vollständig fehlen.

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